Pandemie
«Wirtschaftsweise» sehen bedeutsame Risiken für Konjunktur

Die «Wirtschaftsweisen» stellen in Berlin ihr Jahresgutachten vor. (Archivbild) Foto: Marcus Brandt/dpa

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Die Corona-Pandemie belastet weiter das Wirtschaftsgeschehen in Deutschland. Mitten in den Koalitionsverhandlungen von SPD, Grünen und FDP legen die «Wirtschaftsweisen» ihr Jahresgutachten vor.

Die «Wirtschaftsweisen» sehen bedeutsame Risiken für die Entwicklung der Konjunktur in Deutschland. Dazu gehören länger andauernde Lieferengpässe sowie ein erneut stark aufflammendes Pandemiegeschehen im Winter, wie aus dem Jahresgutachten hervorgeht.

Es wird am Mittwoch in Berlin vorgestellt und lag der Deutschen Presse-Agentur vorab vor.

Der Sachverständigenrat will demnach seine Wachstumsprognose für dieses Jahr senken. Die Wirtschaftsleistung werde 2021 um 2,7 Prozent zulegen. Im März hatten die Ökonomen noch mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts um 3,1 Prozent gerechnet. Die Bundesregierung erwartet für 2021 ein Wachstum um 2,6 Prozent. Im vergangenen Jahr war die Wirtschaftsleistung in Deutschland infolge der Pandemie um 4,9 Prozent eingebrochen.

Im Vergleich zum Frühjahr hätten sich die kurzfristigen Aussichten für die weitere Erholung eingetrübt, heißt es im Gutachten. «Insbesondere die weltweiten Liefer- und Kapazitätsengpässe treffen die stark in globale Wertschöpfungsketten eingebundene deutsche Industrie. Steigende Energie-, Rohstoff- sowie Transportkosten belasten die Gewinnspannen der Unternehmen und dürften zumindest teilweise auf die Verbraucherinnen und Verbraucher überwälzt werden.»

Die weitere wirtschaftliche Entwicklung unterliege bedeutenden Risiken, heißt es in dem Gutachten. «Erneute umfassende pandemiebedingte Einschränkungen oder…