Online-Handel
Studie: Corona lässt Mieten im Einzelhandel fallen

Hamburgs Innenstadt ist am verkaufsoffenen Sonntag von Kunden und Spaziergängern gut besucht. Foto: Markus Scholz/dpa

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Viele Geschäfte in Städten leiden unter der Konkurrenz des Online-Handels. Mit der Corona-Krise sind weitere Kunden ins Internet abgewandert. Nun sinken vielerorts die Mieten für Einzelhändler.

Die Corona-Pandemie hat die Mieten im deutschen Einzelhandel bei Neuverträgen einbrechen lassen. Vor allem in den teuren Metropolen gibt es nach Jahren des Booms kräftige Rückgänge, wie eine am Mittwoch veröffentlichte Studie des Immobilienverbands IVD zeigt.

Die Einzelhandelsmieten fielen demnach im ersten Halbjahr 2021 im Bundesschnitt um gut 10 Prozent gemessen am Vorjahreszeitraum, der von der Pandemie nur teilweise betroffen war. In den sieben größten deutschen Städten – Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt, Stuttgart und Düsseldorf – sanken sie laut IVD noch stärker mit fast 13 Prozent. Die Rückgänge in Klein- und Mittelstädten fielen mit rund einem Prozent bis gut fünf Prozent dagegen deutlich niedriger aus.

Am deutlichsten waren die Nachlässe laut der Studie in München, wo die Mieten für kleine Ladenflächen in neuen Verträgen um fast 27 Prozent einbrachen. In Stuttgart brachen sie um 20 Prozent ein. In Berlin und Düsseldorf war das Minus deutlich geringer (-12).

Trend zum Einkaufen im Internet

«Je höher die Mieten waren, desto stärker sind die Preise gefallen», sagte IVD-Präsident Jürgen Schick der Deutschen Presse-Agentur. Die Einzelhandelsmieten seien in den vergangenen Jahren mit der guten Konjunktur stark gestiegen. Nun sei mancherorts – wie in München – eine Belastungsgrenze erreicht. In Klein- und Mittelstädten lägen die Mietpreise deutlich niedriger, so dass es weniger…