Kampf gegen Corona
Tests und freiwilliges Impfen sollen vierte Welle brechen

Corona-Schnelltests für alle sollen wieder kostenlos werden – eine der Maßnahmen, mit dem der Anstieg der Neuinfektionen gebremst werden soll. Foto: Armin Weigel/dpa

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Tägliche neue Rekorde bei den Infektionszahlen. Die Ampel-Partner setzen auf mehr verpflichtende Tests und werben für freiwilliges Impfen. Eine Mehrheit in Deutschland wünscht sich etwas anderes.

Mit mehr Corona-Tests und Tempo bei den Auffrischimpfungen wollen SPD, Grüne und FDP die immer heftiger durch Deutschland rollende vierte Corona-Welle brechen.

Bundesweit einheitliche Maßnahmen wie der Zutritt zu öffentlichen Veranstaltungen nur für Geimpfte und Genesene oder eine Impfpflicht für Pflegekräfte soll es laut den Ampel-Koalitionspartnern nicht geben. Streit gab es am Dienstag wieder darüber, ob es angesichts der sich zuspitzenden Lage eine Ministerpräsidentenkonferenz geben soll. Das Robert Koch-Institut meldete den zweiten Tag in Folge einen Rekord bei der Inzidenz.

Lage bei den Infektionen und in den Kliniken:

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz steigt in bislang für die Pandemie ungekannte Höhen. Verzeichnet wurden 213,7 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Die höchsten Inzidenzen haben Sachsen mit über 480, Thüringen mit rund 440 und Bayern mit fast 350. Einige Landkreise haben Werte von über 800. Auf den Intensivstationen überschreitet die Zahl der Covid-19-Patienten mittlerweile die Marke von 2600 Fällen – fast so viel wie auf dem Höhepunkt der ersten Welle im April 2020. Die Zahl freier Betten ist binnen eines Tags um 359 auf rund 2530 gefallen. Laut Modellrechnungen soll es selbst bei einem raschen Abbremsen des Infektionsgeschehens in den kommenden Wochen 3500 Covid-19-Intensivpatienten geben. In Bayern sind bereits derzeit nur…