Energie
Verbraucherzentrale rät beim Heizölkauf zum Abwarten

Wer mit Heizöl heizt, sollte nach Ansicht von Verbraucherschützern wegen der hohen Preise derzeit mit einem Öl-Nachkauf noch warten. Foto: Christian Charisius/dpa

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Derzeit sind die Preise für Heizöl hoch – Experten rechnen damit, dass sie mittelfristig wieder sinken. Wer noch genug im Tank hat, sollte angesichts hoher Preise momentan eher abwarten.

Experten rechnen damit, dass die derzeit hohen Heizölpreise mittelfristig nachgeben. Der Inhaber des Portals Heizoel24, Oliver Klapschus, sagte, die aktuell höchsten Preise habe es Mitte und Ende Oktober gegeben.

So registrierte das Vermittlungsportal für den 18. Oktober einen Durchschnittspreis in Deutschland für 100 Liter Heizöl von 90,36 Euro. Mittlerweile liege er bei gut 88 Euro. «Es geht so langsam wieder runter.»

Als Hauptgrund sieht Klapschus die schrittweise Erhöhung der Fördermenge durch die Erdölexportstaaten. Auch die US-amerikanische Förderung erhole sich weiter. «Das führt dazu, dass wir 2022 ein deutlich verbessertes Angebot sehen werden.» Beim Preis «sollte das Schlimmste durch sein. Wie weit es nach unten geht, muss man abwarten.»

Laut dem Energieexperten der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen, Udo Sieverding, lag der Preis vor einem Jahr Anfang November bei 40 Cent pro Liter. Mittlerweile sei er mehr als doppelt so hoch. «Wer mit seinem Heizöltank über den Winter kommt, sollte jetzt nicht auffüllen», sagte er. Sieverding zufolge handelt es sich bei den aktuellen Preisen um ein Neunjahres-Hoch. Anfang November 2012 hätten die Heizöl-Preise mit rund 95 Cent je Liter noch höher gelegen.

Derzeit halten sich nach Angaben von Heizoel24 viele Heizöl-Kunden zurück. «Im Moment sehen wir das typische…