Telekommunikation
Ausbau des 1&1-Mobilfunknetzes soll bald starten

Das Internetunternehmen 1&1 im rheinland-pfälzischen Montabaur. Foto: picture alliance / Thomas Frey/dpa

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Die Telekom, Vodafone und Telefónica betreiben bereits Netze in Deutschland. Demächst kommt wohl ein vierter Anbieter mit eigenen Mobilfunkfrequenzen dazu.

Das vierte Mobilfunknetz in Deutschland nimmt allmählich Konturen an.

Nach dem Vertragsabschluss mit einem Netzwerkausstatter im Sommer seien die Verhandlungen mit Funkturm-Standortbetreibern, wo sich die Firma 1&1 mit ihren Antennen einmieten will, auf der Zielgeraden, sagte eine Firmensprecherin am Dienstag. «Die Verträge sollen zeitnah abgeschlossen werden.» In den kommenden Monaten wiederum werde der eigentliche Ausbau starten. Bisher gibt es Mobilfunknetze von der Telekom, von Vodafone und von Telefónica (O2) in Deutschland. 2019 ersteigerte 1&1 erstmals eigene Mobilfunk-Frequenzen.

Bis Ende 2022 muss die Firma mindestens 1000 eigene Basisstationen in Betrieb genommen haben – so sehen es die Auflagen der Bundesnetzagentur aus der Frequenzauktion vor. Zudem muss das 1&1-Netz bis Ende 2025 mindestens 25 Prozent der deutschen Haushalte erreichen und bis Ende 2030 mindestens 50 Prozent. «Diese Auflagen wollen wir nicht nur erreichen, sondern deutlich übertreffen», so die Sprecherin.

Bis die Kunden unterwegs im 1&1-Netz surfen, wird es allerdings noch dauern. «Den Migrationsprozess werden wir vermutlich im Jahr 2023 starten», sagte die Sprecherin. Bisher nutzen 1&1-Mobilfunkkunden vor allem das O2-Netz – auch dessen 5G-Verbindungen. Sobald 1&1 aber sein eigenes schnelles 5G-Netz für seine Kunden freigibt, erlischt der Zugang zum 5G-Netz von O2. Damit die 1&1-Kunden dann nicht schlechter gestellt sind, will die Firma erst ein ausreichend großes eigenes Netz zur Verfügung haben und…