Umfragen
Skepsis bei Digitalisierungsstrategie der Ampelkoalitionäre

Netzwerkkabel in einem Höchstleistungsrechenzentrum. Die Mehrheit der Menschen in Deutschland erwartet von einer künftigen Ampelkoalition keine wirksamen Fortschritte bei der Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung in Deutschland. Foto: Marijan Murat/dpa

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Die Menschen in Deutschland erwarten von einer neuen Bundesregierung Impulse bei der Digitalisierung. Allerdings ist sich die Mehrheit unsicher, ob die Ziele der potenziellen Ampelkoalition auch erreicht werden.

Die Mehrheit der Menschen in Deutschland erwartet von einer künftigen Ampelkoalition keine wirksamen Fortschritte bei der Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung in Deutschland.

Das ist das zentrale Ergebnis einer Umfrage des Instituts Civey im Auftrag der Autoren des Buches «Corona – Deutschlands digitales Desaster». Demnach erwarten 39,7 Prozent, dass eine Regierung aus SPD, Grünen und FDP die Digitalisierung vorantreiben kann. 42,8 Prozent trauen dies den potenziellen Ampelkoalitionären nicht zu. 17,5 Prozent der Befragten sind unentschieden.

Bitkom kommt zu ähnlichen Ergebnissen

Zu einem ähnlichen Ergebnis kommt eine Umfrage des Branchenverbandes Bitkom, die ebenfalls am Montag veröffentlicht wurde. Hier sagten knapp die Hälfte (43 Prozent), dass die Politik in der Lage ist, die Digitalisierung voranzubringen und zu gestalten. 72 Prozent der Wahlberechtigten waren der Ansicht, dass Deutschlands Politikerinnen und Politiker zu wenig Ahnung von der Digitalisierung haben. Lediglich 28 Prozent attestieren der Politik eine klare Strategie bei dieser Aufgabe.

In der Bitkom-Umfrage äußerten viele Menschen auch ihre Unzufriedenheit mit den föderalen Strukturen und der unklaren Kompetenzverteilung im Bundeskabinett. 70 Prozent urteilen, dass Bund, Länder…