Zehn Runden vor Schluss hielt es keinen mehr auf seinen Sitzen im Autodromo Hermanos Rodriguez. Sergio Perez hatte sich Weltmeister Lewis Hamilton zurechtgelegt und lauerte auf die Chance, den Briten zu überholen. Ganz Mexiko schien Perez vorbeibrüllen zu wollen. Dabei ging es nur um Platz zwei. Perez‘ Teamkollege im Red Bull, Max Verstappen, drehte derweil vorne alleine seine Runden. Für Lokalmatador Perez reichte es trotz der Unterstützung von den Rängen nicht ganz. Eine Viertelstunde lang  bearbeitete er Hamilton, konnte ihn aber nicht überholen und musste sich schließlich mit Rang drei zufrieden geben. „Es ist unglaublich, ich hätte gerne mehr geschafft, Platz eins und zwei fürs Team“, sagte ein sichtlich gerührter Perez nach dem Rennen. „Jetzt ist es Zeit für etwas Tequila!“

Nach 34 Runden waren die Zuschauer erstmals ins Träumen geraten bei diesem Großen Preis von Mexiko. Da hatte ihr Landsmann  sogar die Führung übernommen, als erster Mexikaner überhaupt auf dem Kurs in Mexiko-Stadt, weil sich Verstappen und Hamilton deutlich vor ihm neue Reifen holten. Perez selbst durfte weitere elf Umläufe draußen bleiben. Warum machen die das bei Red Bull, fragten sich viele Experten. Die Antwort sollten sie in der Schlussphase bekommen, als Perez die frischeren Pneus gegen Hamilton einsetzte, mit dem Ziel, dem Briten weitere Punkte abzunehmen im Kampf um die Weltmeisterschaft.

Sergio Perez fährt unter dem Jubel seiner Landsleute auf Rang drei

„Wenn Sergio so nahe rankommt, zeigt das einfach, wie schnell deren Auto ist“, sagte Hamilton anschließend. „Dieses Auto war einfach übermächtig. Ich konnte nichts dagegen machen. Immerhin ist es noch der zweite Platz geworden.“

Verstappen mit 19 Punkten Vorsprung

Verstappen hatte gleich beim Start alle riskiert und war schon in der ersten Kurve an den beiden im Qualifying vor ihm platzierten Mercedes vorbeigezogen. „Es war genug Platz, es geht darum, so spät wie möglich zu bremsen“, sagte Verstappen im Ziel….