Sehen Sie im Video: Elon Musk lässt sich von Twitter-Nutzern zu Aktienverkauf verpflichten.

Multimilliardär Elon Musk hat sich von Twitter-Nutzern dazu verpflichten lassen, ein Zehntel seiner Tesla-Aktien zu verkaufen und den Gewinn zu versteuern. Musk hatte gefragt, ob er zehn Prozent seiner Aktien an dem E-Autobauer verkaufen solle. Nach Ablauf der 24-stündigen Frist am Sonntag hatten 57,9 Prozent der gut 3,5 Millionen Teilnehmer mit „Ja“ votiert. „Ich war bereit, beide Ergebnisse zu akzeptieren“, schrieb Musk anschließend auf Twitter. Der reichste Mensch der Welt hält 23 Prozent am Tesla. Berechnungen der Nachrichtenagentur Reuters zufolge würde er bei einem Verkauf von einem Zehntel etwa 21 Milliarden Dollar einnehmen. Musk hatte die Twitter-Abstimmung in Zusammenhang mit der Diskussion in den USA über die Besteuerung von Milliardären gebracht. „In letzter Zeit wird viel über nicht realisierte Gewinne als Mittel zur Steuervermeidung gesprochen“, schrieb er am Samstag. Da er weder Bargehalt noch Boni erhalte, sei der Verkauf von Aktien der einzige Weg für ihn, steuerpflichtig zu werden. Kursgewinne von Aktien werden in den USA dann besteuert, wenn die Papiere verkauft werden und damit ein Gewinn realisiert wird. Dies gilt als ein Grund, warum US-Konzerne gerne ihre eigenen Aktien zurückkaufen – und damit den Kurs stützen – statt das Geld als Dividenden auszuzahlen. Kritiker bemängeln, dass reiche Bürger damit ein Vermögen aufbauen können, ohne dabei Steuern zahlen zu müssen. Im Zuge von geplanten Steuerreformen von Präsident Joe Biden ist nun im Gespräch, die Besteuerung der größten Vermögen zu ändern.