COP26
Klimakonferenz geht in heiße Phase – Finanzierung im Fokus

Die Weltklimakonferenz soll nach bisherigen Planungen am Freitag zu Ende gehen. Foto: Christoph Soeder/dpa

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Wütend und enttäuscht waren die meisten der Zehntausenden Demonstranten, die am Wochenende für mehr Klimaschutz durch Glasgow gezogen sind. Nun bricht die zweite, entscheidende Woche der Konferenz an.

Nach den Großdemos in Glasgow für mehr Klimaschutz startet die Weltklimakonferenz in ihre zweite, entscheidende Woche.

Am Montag reisen zahlreiche Minister und Regierungschefs nach Schottland, um den Verhandlungen der rund 200 vertretenen Staaten Schwung zu geben. Bundesumweltministerin Svenja Schulze kommt erst gegen Ende der Woche dazu, die SPD-Politikerin ist an den Verhandlungen über eine Koalition von SPD, Grünen und FDP im Bund beteiligt.

Verantwortung liegt bei Industrienationen

Bei dem Mammuttreffen in Glasgow mit knapp 30.000 Delegierten steht heute das heikle Thema Geld auf der Agenda. Arme Staaten, die schon jetzt unter Dürren, Überschwemmungen und steigendem Meeresspiegel wegen der beschleunigten Erderhitzung leiden, pochen auf Schadenersatz der reichen Industrieländer. Diese reagieren aber seit Jahren zurückhaltend – auch weil sie Klagen auf Reparationen vor Gericht fürchten.

Dennoch rief die britische Regierung die reichen Industriestaaten ausdrücklich auf, vor 2030 mehr Gelder im Kampf gegen die drohende Klimakatastrophe bereitzustellen. «Wir müssen nun handeln, um zu verhindern, dass der Klimawandel immer mehr Menschen in die Armut stürzt», sagte Handelsministerin Anne-Marie Trevelyan, die heute in Glasgow die Gespräche über entsprechende finanzielle Zusagen leiten sollte.

Die Finanzierung ist eines der strittigsten Themen in den…