Reiseportal
Booking.com setzt auch auf klimafreundliche Angebote

Booking.com hat nach Angaben des Bundeskartellamts in Deutschland den größten Marktanteil bei Online-Hotelbuchungen. Foto: Fabian Sommer/dpa

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Auch für Booking.com war die Pandemie eine Katastrophe, das Reiseportal entließ ein Viertel seiner Belegschaft. Vorstandschef Fogel will das Geschäft über die Vermittlung von Unterkünften hinaus ausweiten.

Die Internet-Plattform Booking.com will auf dem Weg aus der Corona-Krise ein Rundum-Reiseportal werden und auf klimafreundliche Angebote setzen.

Vorstandschef Glenn Fogel strebt an, dass Kunden nicht mehr nur vorrangig ihre Unterkunft über Booking.com buchen, sondern den gesamten Weg zum Reiseziel und wieder zurück. «Auf diese Weise werden wir in der Lage sein, unser Geschäft langfristig auszubauen», sagte Fogel der Deutschen Presse-Agentur. Schon jetzt könnten Kunden auch ihren Flug buchen oder die Fahrt vom Flughafen ins Hotel. Geplant sind zudem klimafreundliche Reiseoptionen. Details nannte der US-Manager zunächst nicht.

«Das bedeutet, dass wir unseren Kunden künftig Auswahlmöglichkeiten für klimafreundlichere Fortbewegung bieten könnten, beispielsweise mit dem Angebot elektrischer Mietautos.» Eine zweite Option: «Wir könnten auch Hotels und … Partner beim Umbau zu einem klimafreundlichen Geschäft unterstützen», sagte Fogel. Dies basiert auch auf der Überlegung, dass kleine und mittlere Hotels oft nicht so kapitalstark sind und nicht das Knowhow für den klimaneutralen Umbau ihrer Gebäude haben. Auch US-Konkurrent Expedia hatte nach starken Quartalszahlen angekündigt, neue Wege einschlagen zu wollen.

Übernachtungen brachen ein

2020 hatte die Tourismusbranche einen Einbruch erlebt. Die Zahl der Übernachtungen in Deutschland war laut Statistischem Bundesamt um fast…