Evangelische Kirche
EKD-Synode berät im Zeichen von Corona – Aufruf zum Impfen

Das Kirchenparlament startet die Synodee mit einem Gottesdienst im Bremer Dom. Foto: Mohssen Assanimoghaddam/dpa

© dpa-infocom GmbH

Erzwungen durch die Pandemie tagt das oberste evangelische Kirchenparlament vor fast leeren Rängen. Die Kirche rechnet auch mit Einschränkungen, wenn bald Weihnachten gefeiert werden soll.

Das scheidende Oberhaupt der evangelischen Kirche, Heinrich-Bedford Strohm, hat an zögernde Bürger und Bürgerinnen appelliert, sich gegen Corona impfen zu lassen.

«Diejenigen, die sich jetzt endlich dazu durchringen, sich impfen zu lassen, helfen sich selbst, uns allen, aber ganz besonders den Kindern und den Menschen, die sich nicht impfen lassen können.» Das sagte der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) bei der Synode in Bremen. Wer sich gegen eine Impfung entscheide, stelle nach der klaren wissenschaftlichen Erkenntnis ein deutlich höheres Risiko für andere dar.

Gottesdienst im Bremer Dom

Die sich verschärfende Corona-Lage traf auch die Arbeit des Kirchenparlaments, die mit einem Gottesdienst im Bremer Dom begann. Am Tagungsort blieben die vorbereiteten Tischreihen leer, Bedford-Strohm sprach vor der Kamera, die meisten Synodalen waren online zugeschaltet. Die erhoffte Präsenztagung war kurzfristig abgesagt worden. Es habe bei einem Bischof einen Impfdurchbruch gegeben, sagte die Präses Anna-Nicole Heinrich. Hauptaufgabe dieser Synode ist es, einen neuen Rat der EKD und dessen Vorsitz zu wählen. Die Abstimmungen finden am Dienstag und Mittwoch statt.

Auch bei den Gottesdiensten zu Weihnachten werde es absehbar noch Auflagen geben, sagte Bedford-Strohm. Die EKD werde dazu aber keine zentralen Vorgaben machen, es werde auf die regionale Infektionslage und die rechtlichen Regeln der…