COP26
Boris Johnson ruft zu mehr Ehrgeiz bei Klimagipfel auf

Boris Johnson fordert die Teilnehmer des Klimagipfels auf, an einem Strang zu ziehen. Foto: Stefan Rousseau/PA Wire/dpa

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Als Gastgeber der Weltklimakonferenz, die derzeit im schottischen Glasgow stattfindet, appelliert Boris Johnson an die Ambition der Teilnehmer. Man dürfe die Aufgabe nicht unterschätzen, so Johnson.

Der britische Premier Boris Johnson hat zur Halbzeit der Weltklimakonferenz COP26 in Glasgow zu mehr Ehrgeiz bei den Verhandlungen aufgerufen.

«Die COP26 hat noch eine Woche Zeit, um für die Welt zu liefern, wir müssen alle an einem Strang ziehen und die Ziellinie ansteuern», sagte der Gipfel-Gastgeber in London. Es habe in der ersten Woche einige konkrete Ankündigungen gegeben, etwa zum Stopp der Entwaldung oder zur Reduktion des schädlichen Treibhausgases Methan. «Aber wir dürfen die Aufgabe, das 1,5-Grad-Ziel am Leben zu erhalten, nicht unterschätzen», sagte Johnson. Es brauche «große Kompromisse und ambitionierte Verpflichtungen».

Bisherige Pläne unzureichend

In Glasgow verhandeln derzeit Vertreterinnen und Vertreter von rund 200 Nationen darüber, wie die in Paris beschlossenen Klimaziele erreicht und konkret umgesetzt werden sollen. Die bisherigen Pläne der Staaten reichen dafür bei weitem nicht aus.

Der oppositionelle britische Labour-Politiker Ed Miliband forderte Johnson auf, selbst das Ruder zu übernehmen und die Verhandlungen nach vorne zu bringen. Man sei noch sehr weit davon entfernt, sagen zu können, man habe die großen Schritte unternommen, um das 1,5-Grad-Ziel im Rahmen des Möglichen zu halten. Forscher rechnen bei einer stärkeren Erwärmung des Planeten mit katastrophalen Folgen.

dpa

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