Erst kommt Fürth in der Nachspielzeit zum Ausgleich, dann schlägt Frankfurt noch zurück. Für die Hessen ist es erst der zweite Saisonsieg. Auch für Union Berlin sah es lange nach einem Sieg aus. Doch dann kam mal wieder der Auftritt von Kölns lebender Torgarantie.

Eine ausgelassene Laola schwappte durch die Reihen der mitgereisten Anhänger von Eintracht Frankfurt. Während die niedergeschlagenen Fürther Spieler noch am Boden lagen und sich gegenseitig Trost spendeten, feierten die Hessen ausgelassen den nächsten Last-Minute-Sieg. Rund 72 Stunden nach der fulminanten Europa-League-Nacht stoppte die Eintracht mit dem 2:1 (0:0) im Kellerduell mit der Spielvereinigung Fürth seine Negativserie in der Fußball-Bundesliga.

In einer turbulenten Schlussphase erlösten Joker Sebastian Rode (76.) und Rafael Santos Borré (90.+3) die Frankfurter mit dem zweiten Saisonsieg, nachdem die Fürther das Spiel zuvor über weite Strecken dominiert hatten. Der fränkische Aufsteiger, der durch Cedric Itten zum zwischenzeitlichen Ausgleich gekommen war (90.+1), blieb auch in seinem 22. Bundesliga-Heimspiel der Vereinshistorie sieglos. Schon in Piräus hatten die Frankfurter den Sieg in letzter Minute geholt.

„Das war ein Sieg des Kampfes, ein Sieg der Mentalität. Wenn man so spät einen Nackenschlag bekommt, dann noch zurückzuschlagen. Es war ein sehr schweres Spiel. In der zweiten Halbzeit sind wir besser reingekommen. Wir sind überglücklich über die drei Punkte“, sagte Torschütze Rode beim Streamingdienst DAZN und fügte hinzu: „Ich hoffe, dass diese zwei Siege viel Kraft und Selbstvertrauen geben.“

Fehlpässe, Ballverluste und intensive Zweikämpfe

Fürth-Coach Stefan Leitl war aufgrund der vielen verletzungs- und krankheitsbedingten Ausfälle gezwungen zu improvisieren. So rückte für den am Sprunggelenk lädierten Abwehrchef Nick Viergever…