COP26-Zwischenbilanz
Der Weltklimagipfel steuert auf 1,8 Grad Erwärmung zu – und erste Versprechen werden aufgeweicht

Die Anforderung an die Weltklimakonferenz: „Handelt jetzt!“

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Versprechen, Ankündungen, Vorhaben: Nach einer Woche liegt der Weltklimagipfel auf Kurs in Richtung einer globalen Erwärmung von 1,8 Grad im Vergleich zu vorindustrieller Zeit. Ein Fortschritt, heißt es, doch schon gibt es Relativierungen.

Eine Woche voller Ankündigungen auf dem Weltklimagipfel ist vorbei, eine weitere folgt. Erst am kommenden Freitag oder – wie bei den meisten Gipfeln der Vergangenheit – nach Überstunden am kommenden Samstag müssen die Delegierten Ergebnisse vorlegen. Nimmt man die diversen bisher in Glasgow Versprechungen der Staaten zusammen, würde dies auf eine Erderwärmung um 1,8 Grad im Vergleich zur vorindustriellen Zeit hinauslaufen. Das zumindest hat die Internationale Energieagentur errechnet.

Neue Analysen der Agentur zeigten, dass der Pakt zur Reduktion des klimaschädlichen Treibhausgases Methan und die neuen Netto-Null-Ziele auf diesen Wert hinauslaufen würden, erklärte der Chef der Behörde, Fatih Birol, in Glasgow. „Das ist ein großer Schritt nach vorne, aber es braucht noch viel mehr“, schrieb Birol auf Twitter.

Nichts zu feiern, bevor Weg zu 1,5 Grad nicht gegangen wird

Als Ziel der COP26 gilt nach wie vor, das im Pariser Klimaabkommen festgeschriebene 1,5-Grad-Ziel im Rahmen des Möglichen zu halten. Die Staaten hatten sich seinerzeit verpflichtet, in Glasgow Bilanz zu ziehen und nachzusteuern. Klimaforschern zufolge reicht das weniger ambitionierte „Deutlich-unter-zwei-Grad“-Ziel nach neueren Erkenntnissen nicht mehr aus, um katastrophale Schäden abzuwenden. Vor der COP hatten die Vereinten Nationen Alarm geschlagen: Demnach führten die bisher existierenden Pläne der…