Das Ende der DB?
Bericht: Die Ampel-Koalition könnte das Ende der Deutschen Bahn bedeuten

FDP und Grüne sprachen sich laut einem Bericht des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ für eine Trennung von Netz und Betrieb aus.

© Carsten Koall / DPA

Die Bahn muss besser werden, aber wie? Darüber diskutierten zuletzt die Ampel-Parteien. Über die Umsetzung sind sich die künftigen Koalitionspartner aber nicht ganz einig.

Deutschland diskutiert über die Zerschlagung seiner Eisenbahn in Schienennetz und Betrieb. Auslöser ist ein Bericht des „Spiegel“, wonach die Ampel-Parteien darüber bereits in ihren Koalitionsverhandlungen sprachen. Der Fahrgastverband Pro Bahn ist dafür, ebenso die Monopolkommission. Gewerkschaften und die Linke sprachen sich vehement dagegen aus. Die Deutsche Bahn (DB) selbst schwieg. 

Die Ampel-Parteien berieten laut „Spiegel“ am Dienstag über die Zukunft der stark verschuldeten Bahn. Grüne und FDP seien für eine Trennung von Netz und Betrieb, die SPD dagegen. Der Staatskonzern soll bis 2030 die Fahrgastzahlen verdoppeln.

Die FDP will laut Bericht mehr Konkurrenz auf den Fernstrecken sowie den profitablen Logistikkonzern DB Schenker verkaufen, um Schulden zu tilgen und Geld für Investitionen zu erlösen. Für den Verkauf der Auslandstöchter plädierte auch der Grünen-Finanzexperte Sven Giegold in der „Rheinischen Post“: „Ich frage mich, ob die Bahn sich mit dem Güterverkehr in aller Welt weiterhin beschäftigen muss. Oder ob sie lieber den Bahnverkehr im Inland und zu den Nachbarländern ausbaut.“

Bahn könnte effizienter werden

Der Ehrenvorsitzende des Fahrgastverbandes Pro Bahn, Klaus Peter Naumann, sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, eine Trennung sei praktikabel. Schon heute würden Nicht-DB-Unternehmen ohne Probleme auf den Gleisen der DB fahren, und die DB fahre auf Gleisen, die…