Telekommunikation
Corona-Hoch vorbei: Telefonate dauern nicht mehr so lang

Eine Frau telefoniert mit ihrem Smartphone. Foto: Lino Mirgeler/dpa

© dpa-infocom GmbH

Familienfeiern und Freunde zu treffen – das war lange tabu in der Hochphase der Corona-Pandemie. Da lag der Griff zum Telefon nah. Doch nun fassen sich die Menschen wieder kürzer.

Nachdem die Bundesbürger im ersten Corona-Jahr deutlich länger telefoniert haben als zuvor, kehrt nun wieder etwas Normalität ein.

Im August und September habe ein Mobilfunk-Telefonat im O2-Netz durchschnittlich etwa 2 Minuten und 40 Sekunden gedauert, teilte der Netzbetreiber Telefónica auf Anfrage mit.

In den verschiedenen Lockdown-Monaten seit Beginn der Pandemie waren die Gesprächsteilnehmer hingegen 30 bis 60 Sekunden länger am Hörer, wie aus den Zahlen hervorgeht. Grund hierfür: Wegen der Corona-Einschränkungen waren die Bürger weniger unterwegs und trafen Freunde oder Familie nicht mehr vor Ort, sondern telefonierten mit ihnen – der Gesprächsbedarf war also größer als vorher. Bei Vodafone gab es eine ähnliche Entwicklung.

Ein Vergleich zu Vor-Corona-Zeiten: Bei Telefónica dauerte ein Handyanruf im Gesamtjahr 2019 durchschnittlich 2 Minuten und 28 Sekunden – von diesem Level ist man also nicht mehr weit entfernt. 2020 dauerten die Mobilfunktelefonate 2 Minuten und 51 Minuten und in den ersten drei Quartalen dieses Jahres 2 Minuten und 54 Sekunden. Dass in diesem Jahr im Schnitt länger telefoniert wurde als 2020, liegt an den Lockdown-Monaten Anfang 2021 – damals war der Bedarf sehr hoch, im Laufe des Jahres schwächte er sich aber deutlich ab.

Unlängst hat der Telekommunikations-Branchenverband VATM eine Studie vorgelegt, die sich auch mit dem Gesprächsverhalten beschäftigt hat. Der Analyse zufolge…