Prognose
2021 ohne Rekord – aber unter den sieben heißesten Jahren

Ein Tankflugzeug wirft in Goleta, Kalifornien, Löschmittel auf einen Waldbrand ab. Das Alisal-Feuer erstreckte sich über mehr als 22 Quadratmeilen (57 Quadratkilometer) in den Santa Ynez Mountains westlich von Santa Barbara. Foto: Ringo H.W. Chiu/AP/dpa

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Das Wetterphänomen La Niña hat die Welt in diesem Jahr vor einem Hitzerekord bewahrt. Trotzdem gab es Hitze- und andere Wetterextreme, auch in Deutschland. Der Klimawandel-Trend bleibt ungebrochen.

Das Jahr 2021 war zwar nach vorläufigen Messungen nicht ganz so heiß wie die vergangenen drei Jahre, aber am langjährigen Trend deutlicher Erwärmung ändert das nichts.

Das Jahr dürfte zu den sieben wärmsten der jüngeren Geschichte gehören, alle seit 2015, berichtete die Weltwetterorganisation (WMO) zum Auftakt der Weltklimakonferenz am Sonntag in Glasgow. 

In diesem Jahr hatte das alle paar Jahre auftretende Wetterphänomen La Niña anfangs einen Abkühlungseffekt. Auf Basis der Messungen bis Ende September geht die WMO in diesem Jahr von einer globalen Durchschnittstemperatur von 1,09 Grad über dem Niveau von 1850 bis 1900 aus. Das bislang wärmste Jahr war 2016, mit plus 1,2 Grad. Auch 2019 und 2020 lagen in der Größenordnung. Die Unterschiede zwischen den drei Jahren waren so minimal, dass eine Rangordnung nicht möglich ist. Die WMO errechnet immer einen Durchschnitt der Daten von Messstationen aus aller Welt.

Die Folgen des Klimawandels, der zu häufigeren und extremeren Wetterereignissen beiträgt, waren vielerorts zu spüren: Erstmals seit Beginn der Aufzeichnungen hat es am höchsten Punkt des grönländischen Eisschildes geregnet statt geschneit. Im Westen der USA und Kanadas brachte eine Hitzewelle Temperaturen, die teils bis zu sechs Grad über den vorherigen Rekorden lagen….