Maschinenbau
Nach Deal zu US-Stahlzöllen weitere Schritte gefordert

Ein glühender Rohling wird im ThyssenKrupp Werk Rothe gestempelt. Foto: Marcel Kusch/dpa

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Der Kompromiss im Streit um US-Strafzölle auf Stahl- und Aluminium aus Europa kommt an der Börse gut an. Vertreter der deutschen Wirtschaft sind erleichtert, fordern aber weitere Schritte.

Vertreter der deutschen Wirtschaft haben den Kompromiss im jahrelangen Streit um US-Sonderzölle auf Stahl- und Aluminium aus der EU begrüßt.

Der Maschinenbauverband VDMA sprach von einem «Meilenstein» für eine positive transatlantische Handelsagenda, jetzt müssten weitere Schritte folgen. Der größte deutsche Stahlerzeuger Thyssenkrupp Steel erklärte, es handele sich um einen sehr begrüßenswerten Schritt in die richtige Richtung. An der Börse kam die Einigung zwischen der EU und den USA gut an.

«Endlich ist der aktuell größte Streitpunkt im transatlantischen Handel ausgeräumt», sagte Ulrich Ackermann, VDMA-Außenwirtschaftsexperte. Es gebe aber noch viel zu tun. Notwendig seien unter anderem Verhandlungen über die Beseitigung aller Industriezölle.

Thyssenkrupp Steel teilte auf Anfrage mit, zwar seien die USA für das Unternehmen kein Kernmarkt und die Ausfuhren in das Land seien in der Summe nur wenig beeinträchtigt worden. Die Entschärfung des Konflikts werde aber helfen, «die Beziehungen zu unseren amerikanischen Kunden wieder in handelspolitisch gewohnte Bahnen zu lenken».

An der Börse legten Stahlwerte wie Salzgitter, Klöckner & Co und auch Thyssenkrupp zunächst in der Größenordnung von zwei bis vier Prozent zu. «Zölle kamen und kommen an den Börsen nie gut an. Von daher hebt hier jede Abschaffung die Stimmung», schrieb Marktexperte Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC…