Konjunktur
Lockdowns belasten Chinas Unternehmensstimmung

Ein Arbeiter mit Gesichtsmaske bohrt in Peking in einem im Bau befindlichen neuen Wohngebäude. Foto: Andy Wong/AP/dpa

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Konjunkturindikatoren in China fallen unterschiedlich aus. Zwar hellt sich die Stimmung bei kleinen und mittleren Firmen auf, doch die Corona-Pandemie bleibt ein Dämpfer.

In China deutet die Stimmung in den Führungsetagen der Industrieunternehmen weiter auf eine eher schwache Konjunkturdynamik hin.

Zwar hat sich der Stimmungsindikator des Wirtschaftsmagazin «Caixin», der die Lage in den eher kleineren und mittelgroßen Industriebetrieben misst, im Oktober aufgehellt, wie das Magazin am Montag mitteilte. Allerdings liegt der Indexwert mit 50,6 Punkten nach 50,0 Zählern im Monat zuvor nur knapp über der Expansionsschwelle von 50 Punkten, was auf ein leichtes Wachstum hindeutet.

Ein trüberes Stimmungsbild zeigte der bereits am Sonntag veröffentlichte staatliche Einkaufsmanagerindex, der die Stimmung in den großen und staatlich dominierten Industriekonzernen abbildet. Der staatliche Indexwert für die Stimmung der Einkaufsmanager in der Industrie fiel von 49,6 Punkten im September auf nur noch 49,2 Zähler im Oktober. Er liegt damit bereits den zweiten Monat in Folge unter der Expansionsschwelle. Analysten wurden vom Stimmungsdämpfer beim staatlichen Indexwert überrascht. Sie hatten mit einem leichten Anstieg gerechnet.

Kosten steigen, Nachfrage sinkt

«Die neuerlichen Lockdowns und Versorgungsengpässe machen den Menschen und der Wirtschaft zu schaffen», kommentierte Analyst Hou Zhou von der Commerzbank die jüngsten Stimmungsdaten. Er verwies auf steigende Kosten und auf eine schwache Nachfrage. Seiner Einschätzung nach habe sich die Konjunktur in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt im Oktober weiter…