Corona-Pandemie
Spahn fordert Länder auf, die Impfzentren startklar zu machen

Jens Spahn, geschäftsführender Bundesgesundheitsminister. Angesichts stark steigender Corona-Zahlen fordert der CDU-Politiker die Länder auf, ihre Impfzentren wieder hochzufahren. 

© Kay Nietfeld / DPA

Die Zahl der Neuinfektionen in Deutschland steigt stetig an, gleichzeitig stagniert die Impfquote. Gesundheitsminister Jens Spahn macht nun einen unerwarteten Vorschlag. Dabei könnte Israel laut Spahn ein Vorbild sein.

Angesichts stark steigender Corona-Zahlen fordert der geschäftsführende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) die Länder auf, ihre Impfzentren wieder hochzufahren.

„Um möglichst vielen möglichst schnell eine Auffrischungsimpfung zu ermöglichen, sollten die Länder die Impfzentren, die sie seit Ende September in Standby bereithalten, nun wieder startbereit machen“, sagte er der „Rheinischen Post“ (Montag). Zudem riet Spahn dazu, in einem ersten Schritt alle Menschen über 60 schriftlich zur Impfung einzuladen.

Auffrischungsimpfungen auf der Agenda

Hintergrund ist, dass mehr Menschen eine Auffrischungsimpfung – die Booster-Impfung – gegen die nachlassende Wirkung des Impfstoffs wahrnehmen sollen. Am Wochenende hatte Spahn auch einen Gipfel zum Thema Auffrischungsimpfungen von Bund und Ländern gefordert. „Aktuelle Daten aus Israel zeigen, dass das Boostern einen ganz entscheidenden Unterschied macht, um die vierte Welle zu brechen“, sagte er der „Bild am Sonntag“. Sein Ministerium hatte zudem noch einmal darauf hingewiesen, dass grundsätzlich alle Bürger laut Impfverordnung einen Anspruch auf eine Auffrischungsimpfung haben.

Die Ständige Impfkommission empfiehlt die Auffrischung unter anderem für Menschen ab 70, Bewohner und Betreute in Pflegeeinrichtungen für alte Menschen,…