Weltklimakonferenz in Glasgow
Hitze, Stürme, Fluten – Die Klimakrise ist längst da

Ein von Wasser umgebenes Haus am Stadtrand von Sydney. Im Frühjahr hatte die Ostküste Australiens unter Rekordregen zu leiden. Foto: Mark Baker/AP/dpa

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Hitzewellen, Dürren, Waldbrände, Stürme und Fluten haben weltweit zugenommen. Nicht alles lässt sich unmittelbar auf den Klimawandel zurückführen. Wissenschaftler sind sich aber einig: Der Treibhauseffekt verstärkt den gefährlichen Trend.

Seit den 1950er Jahren mehren sich weltweit Extremwetterereignisse wie Stürme, Unwetter oder Hitzewellen. Ursache ist mit hoher Wahrscheinlichkeit die menschengemachte Klimaerwärmung, wie der Weltklimarat IPCC in seinem jüngsten Sachstandsbericht bilanziert.

Eine von künstlicher Intelligenz unterstützte aktuelle Auswertung von mehr als 100.000 Studien deutet darauf hin, dass mindestens 85 Prozent der Weltbevölkerung die Folgen des Klimawandels bereits spüren. Auch wer bisher nicht selbst betroffen war, kommt an den Katastrophennachrichten kaum noch vorbei.

Hitzewellen

Der Sommer 2021 – in Deutschland war es im Vergleich zu den Jahren 1991 bis 2020 durchschnittlich 0,3 Grad wärmer, aber ein Hitzesommer war das nicht. Anders im Süden Europas. In Italien, Spanien, Griechenland ließ Bruthitze von weit mehr als 45 Grad Celsius die Temperaturrekorde purzeln und Menschen leiden. Waldbrände in Folge von Hitze und Trockenheit folgten. Auch im Nordwesten der USA und in Kanada wurden Ende Juni nie gesehene Werte von annähernd 50 Grad gemessen. Die Abweichung vom langjährigen Mittel war so groß, dass Forscher zu dem Schluss kamen: Ohne den menschengemachten Klimawandel sind diese Temperaturen kaum zu erklären.

Dürre

Nicht zuletzt in Folge von Hitzewellen sind Dürren häufiger und heftiger geworden. Die…