2. Bundesliga
Darum spielte der HSV mit falschen Namen auf zwei Trikots

HSV-Spieler Jonas Meffert mit falsch bedrucktem Trikot im Hamburger Volksparkstadion beim Spiel gegen Holstein Kiel

© Imago

Der Hamburger SV hat in der Zweitligapartie gegen Holstein Kiel zwei Spieler mit falsch geschriebenen Namen aufs Feld geschickt. Doch was wie ein peinlicher Fehler erschien, hatte einen sehr guten Grund.

So mancher HSV-Fan rieb sich am Samstag verwundert die Augen: Beim Nordderby gegen den Zweitligakonkurrenten Holstein Kiel (1:1) liefen zwei Spieler des Hamburger Sportvereins mit falsch geschriebenen Namen auf den Trikots auf den Rasen des Volksparkstadions.

Auf den Rücken der Nummer 3, Moritz Heyer und der Nummer 23, Jonas Meffert, standen die Namen  „Heya“ und „Meffort“. Was manchem Zuschauer zunächst wie ein peinlicher Fehler erschienen sein dürfte, war allerdings gar keiner. Der Hamburger Sportverein hatte die Shirts seiner Mittelfeldakteure absichtlich falsch beflocken lassen, um auf Lese- und Rechtschreibstörungen (LRS) aufmerksam zu machen.

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„Geschätzt 6,2 Millionen Menschen in Deutschland können nicht oder nur unzureichend lesen und schreiben“, teilte der HSV zu der Aktion mit. Drei Millionen dieser Menschen seien von einer Legasthenie, der Lese- und Rechtschreibstörung, betroffen. Eines der häufigen Symptome dabei sei das Vertauschen von ähnlich klingenden oder ähnlich aussehenden Buchstaben.

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