Vor UN-Klimagipfel COP26
„Einige Leute angepisst“: Thunberg verteidigt radikale Proteste

Setzt bei ihren Aktionen auch auf Reibung: Klimaschützerin Greta Thunberg, hier am vergangenen Freitag bei einem Interview für die BBC-Sendung „The Andrew Marr Show“

© Jeff Overs, BBC / AFP

Protestaktionen für mehr Klimaschutz kommen nicht immer bei allen Menschen gut an. Umweltaktivistin Greta Thunberg erklärte jetzt der BBC, dass dies durchaus beabsichtigt sei.

Umweltaktivistin Greta Thunberg hat radikale Protestformen im Kampf für mehr Klimaschutz gerechtfertigt. Manchmal sei es eben notwendig, bestimmte Leute zu nerven, um auf Themen aufmerksam zu machen, erklärte die Schwedin am Sonntag zum Auftakt des UN-Klimagipfels COP26 in Glasgow gegenüber dem britischen Sender BBC.

„Um das klarzustellen: Solange niemand verletzt wird (…), muss man einige Menschen manchmal verärgern“, sagte Thunberg. „Die Schulstreik-Bewegung wäre nie so bekannt geworden, wenn es keine Reibungen gegeben hätte, wenn einige Leute nicht angepisst gewesen wären.“

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