Essen & Trinken
Große Nachfrage nach Roséweinen geht mit neuem Image einher

Die Winzerin Nadine Herres-Singer vom Sektgut St. Laurentius in Leiwen an der Mosel verkostet einen Rosé-Sekt aus eigener Erzeugung, der einen Sonderpreis des Deutschen Weininstituts erhalten hat. Foto: Peter Zschunke/dpa-Zentralbild/dpa

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Rosés aus Deutschland werden zunehmend anspruchsvoller erzeugt und finden neue Liebhaber. Absatz und Umsatz legen zu, die Preise sind noch überschaubar.

Roséweine liegen im Trend: Sowohl Herstellung als auch Verbrauch haben in den vergangenen Jahren nach Angaben des Deutschen Weininstituts (DWI) zugelegt.

Dabei sei ein verändertes Image des Roséweins zu beobachten, sagte DWI-Geschäftsführerin Monika Reule jüngst bei der Verleihung eines Rosé-Sonderpreises im Rahmen der Bundesweinprämierung. Roséweine seien inzwischen nicht mehr vorrangig leichte Weine oder gar mit der schwierigen Bezeichnung «Frauenwein» zu verbinden, sondern zunehmend anspruchsvoller und vielfältige Essensbegleiter.

Nach Daten der Marktforscher vom Nielsen Homescan Panel hatten Roséweine im vergangenen Jahr einen Absatzanteil von zwölf Prozent in Deutschland und einen Umsatzanteil von elf Prozent. Im Vergleich zu 2019 war dies jeweils eine Zunahme um einen Prozentpunkt. Die Menge der zur Qualitätsweinprüfung angemeldeten Roséweine stieg 2020 auf rund eine Million Hektoliter, zehn Jahre zuvor waren es noch 768.000 Hektoliter. Fast die Hälfte der in Deutschland verkauften Roséweine – 47 Prozent – stammt aus heimischer Erzeugung, danach folgen mit jeweils 13 Prozent Marktanteil Weine aus Frankreich und Spanien.

«Neben Rosés, die leicht zugänglich sind, gibt es auch immer komplexere Rosés», sagte die deutsche Weinkönigin Sina Erdrich. Inzwischen würden Roséweine nicht nur aus Spätburgundertrauben, Dornfelder oder…