Corona-Pandemie
Spahn fordert Bund-Länder-Treffen zu Booster-Impfungen

Laut Gesundheitsministerium haben alle Bürger grundsätzlich Anspruch auf eine Auffrischungsimpfung gegen Corona. Foto: Paul Sancya/AP/dpa

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Könnten Auffrischungs-Impfungen helfen, die vierte Corona-Welle zu brechen? Der geschäftsführende Gesundheitsminister wirbt für mehr Booster-Impfungen – und mehr Tempo.

Zur Forcierung von Auffrischungsimpfungen gegen das Coronavirus dringt der geschäftsführende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) auf ein Bund-Länder-Treffen.

«Aktuelle Daten aus Israel zeigen, dass das Boostern einen ganz entscheidenden Unterschied macht, um die vierte Welle zu brechen», sagte Spahn der «Bild am Sonntag». «Aktuell reicht das Booster-Tempo in Deutschlands Praxen aber nicht. Wir brauchen einen Booster-Gipfel von Bund und Ländern.»

Die Zahl der Geimpften steigt nur noch langsam. Eine Auffrischungsimpfung – die sogenannte Booster-Impfung – gegen die mit der Zeit nachlassende Wirkung des Impfstoffes nehmen viel weniger Menschen wahr, als es könnten. Vor allem Risikogruppen wird die Auffrischung des Impfschutzes empfohlen. Die Politik sucht händeringend Konzepte, mehr Menschen dazu zu bewegen. Die Gesundheitsministerkonferenz tagt ab kommenden Donnerstag in Lindau.

Spahn hatte in den vergangenen Tagen wiederholt für Auffrischungsimpfungen geworben. Seiner Meinung nach sollten die Bundesländer Menschen über 60 Jahren, für die dies empfohlen wird, schriftlich einladen. Das Ministerium betonte am Samstag aber auch, dass grundsätzlich alle Bürger Anspruch auf die «Booster»-Impfung haben. Es bezog sich dabei auf die Impfverordnung.

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