Christlich-Sozale Union
Mit Sorgen vorwärts: Söder will CSU vor 2023 neu sortieren

CSU-Chef Markus Söder will seine Partei für die Zukunft wappnen. Foto: Sven Hoppe/dpa

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Die Angst geht um in der CSU: dass auf das Fiasko bei der Bundestagswahl auch bei der Landtagswahl in zwei Jahren eine Pleite folgen könnte. Markus Söder will deshalb rechtzeitig gegensteuern.

Nach dem Absturz bei der Bundestagswahl will sich die CSU rechtzeitig vor der Landtagswahl 2023 inhaltlich neu sortieren. Parteichef Markus Söder kündigte zudem klare Kante gegenüber den voraussichtlichen «Ampel»-Regierungspartnern und eine kraftvolle Unions-Opposition in Berlin an.

Aus dem Ringen um die neue CDU-Führung will sich die kleine Schwesterpartei heraushalten. Eine zentrale Rolle bei der Neuaufstellung der CSU sollen – neben Basiskonferenzen – 15 Foren und Kommissionen spielen, zu verschiedensten Themen von Steuern oder Internationales über Klima oder Ländlicher Raum bis hin zu Gesundheit oder Kultur. Diese sollten die inhaltliche Arbeit der CSU «inspirieren», sagte Söder nach einer CSU-Vorstandssitzung in München.

In Berlin sieht Söder die Union vor einer tiefgreifenden Zäsur und einer mühsamen Oppositionsarbeit. Mit der Ampel aus SPD, Grünen und FDP entstehe ein «völlig neuer politischer Block» – darauf müsse sich die Union auch langfristig einstellen. «Wir werden Oppositionsarbeit leisten müssen, und dies ist ein hartes Brot in Berlin.» Andererseits sei man nun aus der «Kompromissmaschine» der großen Koalition draußen, könne nun also sehr klare inhaltliche Konzepte vorlegen.

Auch in Bayern werde es für die CSU ein zum Teil steiniger Weg bis zur Landtagswahl 2023, räumte Söder ein. Er gab für seine Partei als Ziel aus, herauszustellen, was der Unterschied sei zwischen dem «Ampel-Norden» und dem «freien Süden»….