Podcast

„Die Stunde Null“
Personalberater Fabian Kienbaum: „Der Kampf um Talente ist wieder in vollem Gange“

Fabian Kienbaum, Chef des gleichnamigen Beratungsunternehmens Kienbaum Consultants

© PR

Viel wurde darüber diskutiert, wie die Arbeitswelt nach Corona aussehen wird. Auch jetzt suchen viele Firmen noch nach der Balance zwischen Büro und Homeoffice. Was sich außerdem am Arbeitsmarkt getan hat, erzählt Personalberater Fabian Kienbaum im Podcast.

Im Sommer haben sich die Büros merklich gefüllt in Deutschland, aber noch immer suchen Unternehmen nach Modellen oder arbeiten mit Übergangslösungen. Die Flexibilität zwischen Präsenz im Büro und Homeoffice sei die Norm geworden und werde es auch bleiben, sagt Fabian Kienbaum, Chef der gleichnamigen Personalberatung Kienbaum Consultants, im Podcast „Die Stunde Null“:

„Die Extreme sind schwierig: Also 100 Prozent Präsenz oder überhaupt keine Präsenz. Viele Unternehmen sind gerade dabei, sich in der Mitte einzurichten.“ Die häufigsten Modelle, die nach Kienbaums Erfahrungen gefahren werden, sind entweder 50:50 oder 60:40, also drei Tage im Büro, zwei Tage zuhause. 

Das perfekte Gleichgewicht für alle Mitarbeiter zu finden sei keine leichte Sache, denn Homeoffice sei „ein hochemotionales Thema“, so Kienbaum. Auf einer Seite sei es wichtig, die Bedürfnisse der Einzelnen zu berücksichtigen, auf der anderen Seite sei es „eine Frage von Solidarität“ und Teil einer „Vertrauenskultur“, regelmäßig ins Büro zu kommen.

Gute Gehälter allein reichen nicht mehr

Das Geschäft der Personalvermittler hat sich wieder deutlich belebt, 2020 sprach Kienbaum noch von einem kurzen „Winterschlaf“ der Unternehmen, was auch zu Umsatzeinbrüchen in seinem Haus geführt hat. „Aber wir beobachten, dass die Mobilität, wirklich neue Aufgaben…