Ausschließlich mit „Sustainable Aviation Fuel“ (SAF) im Tank flog eine Maschine des Typs A319neo drei Stunden lang über dem Airbus-Konzernsitz in Toulouse, wie das Unternehmen mitteilte. Die Tests sollen bis Mitte 2023 fortgesetzt werden. Erste Ergebnisse will Airbus im kommenden Jahr vorstellen. Bald sollen auch Helikopter des Typs H160 mit alternativen Treibstoffen getestet werden.

Airbus arbeitet bei dem Vorhaben mit dem Technologiekonzern Safran, dem Flugzeughersteller Dassault Aviation, Frankreichs Forschungszentrum für Luft- und Raumfahrt Onera und dem Verkehrsministerium in Paris zusammen.

Aus Speiseöl wird SAF 

„Sustainable Aviation Fuel“ wird derzeit hauptsächlich aus Biomasse wie nicht mehr genutzten Speiseölen hergestellt. Biotreibstoffe sollen die CO2-Emissionen deutlich verringern, sind zurzeit aber erheblich teurer als normales Kerosin.

Derzeit sind Flugzeuge für den Betrieb mit 50 Prozent SAF aus Biomasse und Wasserstoff zertifiziert

Beim Betrieb mit SAF stehen die Ingenieure vor dem Problem, dass die chemische Zusammensetzung Dichtungsprobleme im Motor und den Kraftstoffleitungen verursachen kann. Herausforderung für die Branche wird auch der Ausbau der Produktionskapazitäten für SAF. 2019 machten alternative Kraftstoffe weniger als 0,1 Prozent der gesamten Kraftstoffmenge in der Luftfahrt aus.

wa/fw (afp, dpa)