von Daniel Bakir
29.10.2021, 10:21 Uhr

Ein Sparbuch zur Geburt? Das lohnt heute nicht mehr. Wer dem Nachwuchs frühzeitig ein finanzielles Polster fürs Erwachsenenleben verschaffen will, hat bessere Möglichkeiten.

Der Artikel erschien erstmals am 15.9.2021. Zum Weltspartag veröffentlichen wir ihn erneut.

In Deutschland hat es eine gewisse Tradition, dass Eltern oder Großeltern schon für Kinder ein Konto eröffnen, um ein bisschen Geld anzusparen. Wenn der Nachwuchs volljährig wird, so der Gedanke, soll er sich davon dann den Führerschein leisten können, eine Ausbildung, oder was man sonst so braucht, um auf eigenen Füßen zu stehen.

Zur Geburt des Babys ein Sparbuch zu eröffnen, ist angesichts von Null- und Minuszinsen allerdings nicht mehr wirklich lukrativ. Wer dem Nachwuchs etwas finanziell Gutes tun will, sollte heute lieber auf andere Mittel setzen, raten etwa die Experten von „Finanztest“. Sie haben sich verschiedene Möglichkeiten angesehen und ihre Empfehlungen abgegeben.

Zu teuer, zu unflexibel

Zunächst einmal: Nicht alles, was bei Banken unter Zukunftsvorsorge für Kinder läuft, halten die „Finanztest“-Experten für eine gute Idee. Sie raten zum Beispiel von Kombiprodukten ab, die nicht nur Geld ansparen, sondern auch Risiken wie Unfall, Krankheit und Berufsunfähigkeit des Kindes absichern wollen. Solche gemischten Tüten sind „unflexibel und fast immer zu teuer“, schreiben die Finanztester.

Auch bei reinen Junior-Sparprodukten sind die Kosten oft zu hoch, vor allem wenn sie auf aktiv gemanagte Aktienfonds oder andere unnötig komplizierte Anlageformen setzen. Als solide und sinnvolle Sparprodukte für den Nachwuchs empfehlen die Finanztester zwei Möglichkeiten: Festgeld oder Aktien-ETF. 

Das Festgeld ist die risikolose, aber…