Naturschutz
EuGH stärkt Schutz von Feldhamstern

Der Europäische Gerichtshof hat den Schutz des vom Aussterben bedrohten Feldhamsters in einem Urteil gestärkt. Foto: Uwe Anspach/dpa

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Der Europäische Gerichtshof hat in einem neuen Urteil den Schutz des Feldhamsters gestärkt. Hintergrund des Urteils ist eine Bitte des Wiener Verwaltungsgerichts um die Auslegung einer EU-Richtlinie.

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat den Schutz des Lebensraums der vom Aussterben bedrohten Feldhamster weiter gestärkt. Das geht aus einem am Donnerstag veröffentlichten Urteil des EuGH hervor (Rechtssache C-357/20).

Demnach umfasst der Begriff «Fortpflanzungsstätte» alle Gebiete, die für die erfolgreiche Vermehrung einer Tierart erforderlich sind – einschließlich des Umfelds der Fortpflanzungsstätte. Im Falle des bedrohten Feldhamsters könne eine andere Auslegung des Begriffs dazu führen, dass die für die Fortpflanzung und die Geburt der Jungtiere erforderlichen Gebiete nicht geschützt werden würden, befand der EuGH.

Hintergrund des Urteils ist eine Bitte des Wiener Verwaltungsgerichts. Dabei geht es um die Auslegung einer EU-Artenschutzrichtlinie. Konkret geht es um Bauarbeiten in Österreich, für die eine Baustraße angelegt wurde. Dafür fehlte allerdings nicht nur die Genehmigung, sondern sie zerstörten auch Eingänge zu Hamsterbauen. Eine Verwaltungsbehörde hatte daraufhin eine Geldstrafe gegen den leitenden Mitarbeiter des für den Bau beauftragten Unternehmens verhängt. Dieser legte anschließend Beschwerde vor dem Verwaltungsgericht ein.

In einem früheren Urteil zu dem Fall hatte der EuGH bereits entschieden, dass Ruhe- und Fortpflanzungsstätten von Feldhamstern auch dann nicht zerstört werden dürfen, wenn die Tiere diese zwar nicht mehr beanspruchen, aber womöglich dorthin zurückkehren. Der Feldhamster…