Die Debatte um Joshua Kimmich geht in die nächste Runde. Auch bei „Maybrit Illner“ wurde Druck auf den Bayern-Spieler gemacht. Aber nicht alle spielten mit.

Von Sylvie-Sophie Schindler

Wo ist eigentlich Helene Fischer? Sie kennt sich schließlich aus mit „Atemlos durch die Nacht“. Also kann sie doch auch was sagen zur Atemlosigkeit von Covid-19-Patienten. Bisschen weit hergeholt, finden Sie? Also gut, dann lassen wir wenigstens Johannes B. Kerner bei „Maybrit Illner“ zu Wort kommen. Er ist Sportmoderator und kennt sich auch aus. Also mit Sport. Und mit Moderation. Gut so. Endlich mal jemand, der eine kritische Analyse machen könnte. Denn da war doch neulich dieser moralisch-inquisitorische Sky-Sportmoderator, der null Respekt hatte vor der individuellen Impf-Entscheidung eines Joshua Kimmichs. Respekt? Wozu? Wo kommen wir denn da hin? Bekannte Fußballspieler sind Vorbilder, also keine Widerrede, ab zur Impfung. Findet jedenfalls Johannes B. Kerner.

Wie umgehen mit der Causa Joshua Kimmich?

Wie gesagt, er ist Sportmoderator und muss daher wissen, wie umgehen mit Kimmich. Sein Rat an dessen Beraterstab: „Ich würde mir den Kimmich schnappen und intensiv mit ihm sprechen.“ Was nicht danach klingt, als hätte Kimmich überhaupt eine Wahl. Kurz: Maybrit Illner trat am Donnerstagabend mit ihrer Sendung an, um weiteren Druck auf den Bayern-München-Spieler auszuüben. Und fragte außerdem: „Kein Schutz, keine Freiheit – Lockdown für Ungeimpfte?“.

Es diskutierten:

Alena Buyx, Vorsitzende des Deutschen EthikratsSibylle Katzenstein, Allgemeinärztin in Berlin-Neukölln.Johannes B. Kerner, SportmoderatorBoris Palmer (Bündnis 90/Die Grünen), Oberbürgermeister von TübingenJonas Schmidt-Chanasit, VirologePeter Tschentscher (SPD), Erster Bürgermeister von Hamburg

Jetzt lasst doch mal den Kimmich in Ruhe. Mahnte…