Gasstreit
Gasstreit mit Russland: Republik Moldau wehrt sich

Inmitten einer schweren Krise bei der Gasversorgung hat die an Rumänien grenzende Republik Moldau einen einmonatigen Notstand ausgerufen. Foto: Aurel Obreja/AP/dpa

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Die Republik Moldau ist vom russischen Gas abhängig, kann sich mit Gasprom nicht auf neue Konditionen einig werden und versucht, sich gegen den Druck aus Russland zu wehren.

Im Gasstreit mit Russland warnt die verarmte Republik Moldau vor einer Ausnutzung ihrer schwierigen Lage.

«Diese abnormale Situation auf dem Gasmarkt sollte nicht benutzt werden, um angesichts eines Mangels an Alternativen Verpflichtungen abzuringen», sagte Moldaus Regierungschefin Natalia Gavrilita der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstagabend nach einem Treffen mit EU-Vertretern in Brüssel.

Die Ex-Sowjetrepublik, die angesichts der schweren Energiekrise kürzlich den Notstand verhängte, konnte sich mit dem russischen Gasriesen Gazprom bislang nicht auf Konditionen für einen neuen Liefervertrag einigen. Befürchtet wird, dass die Menschen in dem krisengeschüttelten Land, das vom russischen Gas abhängig ist, im Winter im Kalten sitzen könnten.

Moldau bemühe sich um eine «normale, vorhersehbare Beziehung zu Gazprom, die auf kommerziellen Prinzipien basiert», betonte Gavrilita. «Wenn wir das nicht erreichen können, werden wir keine andere Option haben, als unsere Quellen breiter zu fächern.» Die kleine Republik, die an das EU-Mitglied Rumänien grenzt und seit einem Machtwechsel einen prowestlichen Kurs fährt, hatte am Mittwoch von der EU zusätzliche Hilfen in Höhe von 60 Millionen Euro zugesichert bekommen, um die Folgen der Gaskrise abzumildern.

Gavrilita betonte, dass es dabei nicht um eine Wahl zwischen Ost und West gehe, sondern um die…