Frankreich werde im Streit mit Großbritannien den Zugang zu praktisch allen Boote blockieren, bis die britische Seite die Fischereilizenzen vergibt, die die französischen Fischer im Post-Brexit-Streit benötigten, sagte Clement Beaune im Sender auf CNews TV. „Wir müssen jetzt die Sprache der Stärke sprechen, denn das scheint das einzige zu sein denn das scheint das Einzige zu sein, was diese britische Regierung versteht“, betonte der Europaminister.

Der französische Europaminister Clement Beaune

Die französischen Behörden setzten in der Nacht zum Donnerstag einen britischen Kutter fest. Nun übernehme die Justiz den Fall, twitterte Meeresministerin Annick Girardin. Im Raum stünden eine Geldstrafe und die Beschlagnahme des Fangs. Ein zweites Boot wurde verwarnt, weil es ohne Lizenz in französischen Gewässern unterwegs war. „Es ist kein Krieg, aber es ist ein Kampf“, sagte Girardin dem Sender RTL Radio.

Erst am Mittwochabend hatte die französische Regierung angekündigt, dass vom 2. November an britische Fischerboote an bestimmten französischen Häfen nicht mehr anlegen dürfen. Außerdem sollen „systematische Zoll- und Gesundheitskontrollen für angelandete (britische) Produkte“ eingeführt werden. Lastkraftwagen, die von Frankreich aus nach Großbritannien oder in die Gegenrichtung fahren, sollen demnach ebenfalls schärfer kontrolliert werden. Eine zweite Sanktionswelle könnte demnach später folgen.

London ist verärgert

Die britische Regierung kritisierte umgehend die von Frankreich angedrohten Vergeltungsmaßnahmen wegen ausbleibender Fanglizenzen für französische Fischer. „Die Drohungen Frankreichs sind enttäuschend und unverhältnismäßig und nicht das, was man von einem engen Verbündeten und Partner erwarten würde“, sagte ein Regierungssprecher. Paris scheine gegen das vereinbarte Handelsabkommen sowie gegen internationale Recht zu verstoßen.

Auch der Brexit-Minister David Frost zeigte sich enttäuscht. Die Maßnahmen stünden sehr wahrscheinlich…