Nach dem tödlichen Vorfall am Filmset des Low-Budget-Westerns „Rust“ auf der Bonanza Creek Ranch im Bundesstaat New Mexico ist die Schockstarre noch immer nicht verflogen. 

Am Mittwoch (27.10.2021) haben die Behörden ausführlich über den aktuellen Stand der Ermittlungen informiert: Ein Strafverfahren gegen Alec Baldwin hat die zuständige Staatsanwältin Mary Carmack-Altwies bei der Pressekonferenz in Santa Fe nicht ausgeschlossen. „Alle Optionen liegen derzeit auf dem Tisch.“ Eine Entscheidung über eine mögliche Anklageerhebung werde aber erst zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen. Festnahmen gab es bislang nicht.

Immer noch fassungslos: Trauernde bei der Gedenkfeier für Halyna Hutchins

In dem Revolver habe sich offenbar eine echte Kugel befunden, so der zuständige Sheriff Adan Mendoza. In Souzas Schulter wurde ein Bleiprojektil gefunden – mutmaßlich das, das Hutchins tötete. Auch weitere Kugeln seien in dem Revolver gefunden worden, bei diesen handelte es sich aber vermutlich nicht um echte Kugeln. Unklar ist nach wie vor, wie die scharfe Munition dorthin gelangen konnte. Die Polizei hatte das Filmset durchsucht. Insgesamt 500 Kugeln wurden dort sichergestellt, eine „Mischung“ aus Platzpatronen, Patronenattrappen und vermutlich auch echten Kugeln, so Sheriff Mendoza. „Wir werden feststellen, wie sie dort hingekommen sind, warum sie da waren, denn sie hätten nicht dort sein sollen.“

Gedenkfeier für Kamerafrau Halyna Hutchins

Am Sonntagabend (24.10.2021) hatten zahlreiche Menschen, darunter Freunde und Kollegen des Opfers, an einer Gedenkfeier für Halyna Hutchins teilgenommen. In Burbank bei Los Angeles zündeten sie Kerzen für die 42-jährige Kamerafrau an. „Ich hatte das Vergnügen mit Halyna zu arbeiten“, sagte die Schauspielerin Sharon Leal. „Sie war eine wunderbare Frau, und wir sind alle einfach nur erschüttert.“

Burbank, USA: Gedenken an Halyna Hutchins

Mehrere Teilnehmer der Trauerfeier erhoben den Vorwurf, am Set sei an der Sicherheit…