Die Rockwelt dankt es dem gebürtigen Dänen Lars Ulrich bis heute, dass er sich 1981 im Alter von 16 Jahren eine Zeitungsanzeige geleistet hat, in der es hieß: „Schlagzeuger sucht andere Metal-Musiker zum Jammen. Einflüsse: Tygers of Pan Tang, Diamond Head, Iron Maiden.“

Ein gewisser James Hetfield aus Kalifornien lädt Ulrich zum Vorspielen ein und ist nicht überzeugt: „Leider war er nicht der Richtige für uns, also hauten wir ab und ließen ihn auf der Rechnung für den Proberaum sitzen,“ erzählt Hetfield Jahre später der Musikzeitschrift „Rolling Stone“.

Doch Lars Ulrich gibt nicht auf. Er schafft es, einen Platz auf einem Metal-Sampler („Metal Massacre“) zu ergattern und ködert Hetfield damit. Am 28. Oktober 1981 wird Metallica gegründet. Ihr erster gemeinsamer Song „Hit the Light“ – ein unfassbar schnelles Geballer – landet tatsächlich auf dem Sampler.

Metallica 1983: Haare lang, T-shirt, laute Instrumente und was zu trinken

Pioniere des Thrash-Metal

Die Anfänge sind holprig; erst nach mehreren personellen Wechseln steht die Truppe. Als Ulrich, Hetfield und Gitarrist Dave Mustaine schließlich den Bassisten Cliff Burton kennenlernen, wollen sie ihn so unbedingt in der Band haben, dass sie einwilligen, allesamt zu Burton nach San Francisco zu ziehen.

Man kennt diese Bands aus England, Iron Maiden, Venom oder Motörhead, die unter „New Wave of British Heavy Metal“ laufen. Das ist schon hart und schnell. Die Jungs aus den USA aber wollen mehr. Mit dem Sound ihrer britischen Idole im Kopf entfesseln Bands wie Metallica, Anthrax, Exodus oder Slayer eine brutale Musik – schneller, energetischer und aggressiver als die Musik aus England. Mit diesem „Trash Metal“ versetzen sie dem, was in den frühen 80ern „Hardrock“ genannt wird, einen kräftigen Faustschlag – „to thrash“ heißt auf deutsch „dreschen“.

Der Weg in den Rock-Olymp

Und so dreschen sich die vier durch die Musikszene der US-amerikanischen Westküste und werden zum Underground-Geheimtipp. 1983 kommt das…