Barack Obama und Bruce Springsteen sind seit vielen Jahren befreundet. Kennengelernt haben sie sich 2008, als der legendäre Rockmusiker auf der Wahlkampftour des damaligen Senators auftrat, der Präsident der Vereinigten Staaten werden wollte. Acht Jahre später erhielt Springsteen von Präsident Obama im Weißen Haus die Presidential Medal of Freedom für sein ziviles Engagement.

Als sich Jahre später das Land wegen der Black-Lives-Matter-Proteste und der Corona-Pandemie spaltete, trat Obama mit einer Idee an „The Boss“ heran: Wie wäre es, in einem Podcast gemeinsam den Zustand der Nation zu reflektieren – und dabei auch vom eigenen Erwachsenwerden in der US-amerikanischen Gesellschaft zu erzählen?

Als „Renegades: Born in the USA“ stürmte dieser Gesprächspodcast im Februar 2021 die Charts der Streamingplattform Spotify. Die selbsternannten „Renegades“, also „Abtrünnige“, erzählen darin, wie sie sich den US-amerikanischen Traum erfüllten und es als Außenseiter an die Spitze ihres jeweiligen Gebiets schafften. In dem Buch, das an den Erfolg des Renegades-Podcast anknüpft, erkunden Obama und Springsteen die Kämpfe und Widersprüche ihrer Nation.

Die beiden langjährigen Freunde Barack Obama und Bruce Springsteen sprechen über Träume, Mythen und Music

Gemeinsame Reise

„Wo Bruce und ich uns in gewisser Weise überschneiden, ist das Gefühl, dass es notwendig war, die Geschichte (der USA) zu revidieren, um sie inklusiv zu machen“, sagte Obama am Sonntag (24. Oktober 2021) in einem Interview beim US-Sender CBS. „Die Menschen müssen das Land als das anerkennen, was es ist, mit seinen Fehlern, aber auch mit seinen Segnungen“, fügte Springsteen hinzu.

In einem Gespräch mit der deutschen TV-Anstalt ARD bezeichnete der 44. US-Präsident seinen Podcast-Kollegen als „einen großartigen Chronisten des amerikanischen Lebens, einen Geschichtenerzähler, der viele seiner Widersprüche einfängt“. 

Sie beide hätten sich auf ihre jeweils eigene Art und…