Am Ende war es eher ein Trainingsspiel für die deutschen Frauen. Das 7:0 (4:0) im WM-Qualifikationsspiel gegen Israel im Stadion in Essen fiel dann auch standesgemäß aus. Mit vier Siegen in vier Partien führt die Mannschaft von Bundestrainerin Martins-Voss-Tecklenburg die Gruppe H an. 

Die deutsche Mannschaft machte es sich – anders als noch fünf Tage zuvor, beim mühsam herausgespielten 1:0-Erfolg in Tel Aviv – deutlich leichter gegen die Israelinnen. Vor allem Sara Däbritz sorgte mit ihren klugen Pässen in die Tiefe aber auch mit ihren Tempoverschärfungen für den Unterschied gegen die tief stehenden und energisch verteidigenden Gegnerinnen. So war es auch kein Wunder, dass die 26-Jährige das 1:0 (20.) durch Jule Brand mustergültig per Querpass vorbereitete, nachdem sie sich mit einem Sprint in den freien Raum von ihren Gegnerinnen davon gestohlen hatte. 

Suche nach einer Stammformation

Die offensive Mittelfeldspielerin, die seit 2019 bei Paris St. Germain unter Vertrag steht und in der französischen Hauptstadt noch einmal eine Reifeprozess durchlebt hat, war es dann auch, die aus zehn Metern Torentfernung den zweiten deutschen Treffer (26.) erzielte. Und auch in der Folge trieb sie das Team mit ihrer Dynamik und ihrer Leidenschaft immer wieder an, war an der Entstehung des 3:0 von Laura Freigang (43.) und dem 4:0, erneut von Brand (45.), stets beteiligt. 

Die Bundestrainerin wollte die jüngsten und auch diese Partie nutzen, um mit Blick auf die EM im Sommer 2022 in England und die WM 2023 in Australien und Neuseeland eine Stammformation zu finden. Denn auf die starken Gegner treffen die deutschen Frauen erst in den Turnier-Endrunden. Israel etwa stellt seine Frauen-Nationalmannschaft aus gerade einmal 2500 Aktiven zusammen. Zum Vergleich: Im DFB sind derzeit über 800.000 Frauen organisiert. 

Däbritz zieht die Fäden

Däbritz dürfte ihren Stammplatz bei den Turnieren in der Zentrale sicher haben. Neben Dzsenifer Marozsan (Olympique Lyon, leihweise OL…