Nach dem tödlichen Vorfall am Filmset des Low-Budget-Westerns „Rust“ auf der Bonanza Creek Ranch im Bundesstaat New Mexico hält die Schockstarre an. Am Sonntagabend (24.10.2021) haben zahlreiche Menschen, darunter Freunde und Kollegen des Opfers, an einer Gedenkfeier für Halyna Hutchins teilgenommen. In Burbank bei Los Angeles zündeten sie Kerzen für die 42-jährige Kamerafrau an. „Ich hatte das Vergnügen mit Halyna zu arbeiten“, sagte die Schauspielerin Sharon Leal. „Sie war eine wunderbare Frau, und wir sind alle einfach nur erschüttert.“

Burbank, USA: Gedenken an Halyna Hutchins

Mehrere Teilnehmer der Trauerfeier erhoben den Vorwurf, am Set sei an der Sicherheit gespart worden. Regisseur Gustavo Sampaio, der vor vier Jahren mit Hutchins bei einer anderen Produktion zusammengearbeitet hatte, sagte: „Low-Budget-Produktionen wollen häufig größer aussehen, als sie sind. Und dann sparen sie überall und die Sicherheit steht hinten an – obwohl sie doch ganz vorne stehen sollte, bei allem, was am Set passiert.“ Auch die Produzentin Sabrina Oertle warf den Verantwortlichen vor, an der falschen Stelle gespart zu haben: „Jemand hat beschlossen, ganz unten anzusetzen, das heißt, im Budget zu bleiben, billig zu arbeiten.“

Baldwin und Regieassistent: „Von Patrone nichts gewusst“

Die Polizei hat inzwischen das Filmset durchsucht, Festnahmen gab es bislang nicht. Am 27.10. wollen die Behörden ausführlich über den Stand der Ermittlungen informieren, bereits jetzt hat die Polizei aber bereits erste Zeugenaussagen veröffentlicht: So soll ein Regieassistent dem Schauspieler Alec Baldwin bei der Übergabe der Requisitenpistole am 21.10. versichert haben, es handele sich um eine „kalte Waffe“ ohne Munition. Der Assistent selbst wiederum habe nach eigener Aussage nicht gewusst, dass eine scharfe Patrone in der Waffe steckte, so der Untersuchungsbericht der Polizei.

Dachte, es wäre eine „kalte Waffe“: Alec Baldwin

Ein zweiter Bericht zitiert den bei dem Vorfall…