Meinung

Falsche Argumente
Begründung für Nicht-Impfung: Josuha Kimmichs Aussagen sind verheerend

Joshua Kimmich hat sich noch nicht gegen gegen Corona impfen lassen, will es aber für die Zukunft nicht ausschließen 

© Axel Heimken / DPA

von Tim Schulze
24.10.2021, 08:13 Uhr

Bayern-Profi Joshua Kimmich hat bestätigt, dass er nicht geimpft ist. Das Problem: Zur Begründung zieht er ein unsinniges Argument der Impfgegner heran – und das ist verheerend.

Zugegeben, das Interview von Sky-Reporter Patrick Wasserziehr mit Joshua Kimmich nach dem Spiel der Bayern gegen die TSG Hoffenheim war zu kurz, um einen erschöpfenden Austausch zum Thema Corona-Impfung zu führen. Aber dennoch hat sich darin die ganze Misere der Impfdebatte offenbart – und das liegt einzig und allein an den Aussagen, mit denen Joshua Kimmich begründete, warum er bislang nicht geimpft ist.

Sein wichtigstes Argument lautete, dass er „persönlich noch ein paar Bedenken habe, grad was fehlende Langzeitstudien angeht.“ Das Argument ist von Querdenkern bis zu Impfskeptikern wie dem Bayern-Profi weit verbreitet. Und es ist blanker Unsinn, wie so vieles, was gegen das Impfen angebracht wird. Richtig ist, dass es diese Langzeitstudien gibt. Sie dienen in erster Linie dem Zweck, die Wirksamkeit des Impfstoffes zu messen. Um es erneut in aller Deutlichkeit zu sagen: Es gibt keine wissenschaftlich fundierten Argumente, die gegen das Impfen sprechen.

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