Kinder statt Arbeit
Extra-Geld für die Rente: So viel zahlt Ihnen der Staat für die Erziehungszeit

Wie Sie die Eltern- und Erziehungszeit anrechnen lassen

© Everste / Getty Images

von Katharina Grimm
24.10.2021, 10:35 Uhr

Wer sich um die Kindererziehung kümmert und deshalb zeitweise nicht arbeitet, bekommt weniger Rente. Doch der Gesetzgeber will diesen Nachteil ausgleichen: Eltern bekommen zusätzliche Rentenpunkte und Leistungen. 

Deutschland braucht Nachwuchs – allein schon, damit diese die staatliche Rentenkasse füllen. Aktuell kommen auf rund 36 Rentner in etwa 100 Angestellte, in zehn Jahren werden es 47 Rentner sein. Nur Japan hat eine noch schlimmere Quote.

Doch Kinder sind nicht nur finanziell eine Belastung, solange sie klein sind. Da die Eltern – meist die Mütter – meist weniger arbeiten, fällt auch die Rente schmaler aus. Der Gesetzgeber will diese Ungerechtigkeit mit zusätzlichen Rentenpunkten abfedern. Allerdings müssen Eltern dazu einen Antrag stellen (den bekommen Siehier bei der Deutschen Rentenversicherung). Zeitlich können sich Eltern Zeit lassen bis zur Rente. Die Experten der „Stiftung Warentest“ empfehlen aber, sich früh um den Antrag zu kümmern, auch um einen Überblick über die eigenen Finanzen im Alter zu haben. 

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Aber lohnt sich das überhaupt? In der aktuellen Ausgabe von „Test“ werden die wichtigsten Fragen geklärt. So zeigt sich: Die Kindererziehungszeit erhöht die Rente in etwa so, als ob „Mutter oder Vater nach der Geburt durchschnittlich verdient und zusammen mit einem Arbeitgeber Beiträge gezahlt“ hätten, so die Experten. Für Kinder, die vor dem Jahr 1992 geboren wurden, läuft die Erziehungszeit 30 Monate, für Kinder, die später geboren wurden, sind es sogar 36 Monate. Wichtig:…