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Facebook: Lizenz-Vereinbarung mit französischen Verlagen

Facebook hat eine Einigung mit französischen Verlegern erzielt. Foto: Fabian Sommer/dpa

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Nachrichteninhalte von Zeitungsverlagen auf Facebook – das ist nicht nur in Deutschland ein heikles Thema. Anders als hierzulande gibt es in Frankreich jetzt aber eine Einigung mit der Plattform.

Facebook und der französische Verlegerverband Apig haben beim Thema Urheberrecht eine Einigung erzielt. Der Konzern solle Lizenzen erhalten und diese entsprechend bezahlen, hieß es in Mitteilungen von Facebook und Apig.

Die Einigung ermögliche es, weiter Nachrichteninhalte auf Facebook zu verbreiten. Über die finanziellen Details gaben beide Seiten keine Auskunft. Apig-Präsident Pierre Louette sprach allerdings von erheblichen Einnahmen, besonders für die kleinen Verlage.

Facebook wies in seiner Mitteilung auf den kostenlosen Zugang zu Millionen von Menschen hin, den es Verlagen biete. Auch könnten diese durch die Plattform zusätzliche Einnahmen generieren und Menschen auf ihre Webseiten bringen. Mit der Einigung ist auch der Grundstein für den Start von «Facebook News» in Frankreich im kommenden Jahr gelegt.

In Deutschland gibt es eine solche Vereinbarung auf Verbandsebene mit Facebook nicht. Das US-Unternehmen hat aber seit Mai Vereinbarungen mit zahlreichen Verlagen für seinen Bereich «Facebook News». Das ist ein Bereich auf der Plattform, in dem Nachrichteninhalte von Verlagen und Medienmarken aus Deutschland in einem eigenen Bereich präsentiert werden. Dabei werden die Medienhäuser dafür bezahlt, dass sie auf «Facebook News» Inhalte verlinken, die bislang nicht auf der Plattform zu sehen waren. Sie müssen aber nicht eigens für Facebook produziert werden. Wie viel Geld Facebook für das Projekt in Deutschland in die Hand nimmt, ist nicht öffentlich bekannt.