Job-Umfrage
Lieber in der Stadt arbeiten oder auf dem Land? Hauptsache, nicht in Sachsen

Leipzig schneidet in der Befragung noch ganz gut ab – insgesamt hat Sachsen ein schlechtes Image

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von Daniel Bakir
21.10.2021, 14:19 Uhr

Der Arbeitgeber-Standort ist heute weniger wichtig als vor der Pandemie, zeigt eine Befragung. Aber: Großstadt und Land haben jeweils ihre Fans – und einige Regionen ein massives Imageproblem.

Ist es noch wichtig, wo mein Arbeitgeber sitzt, wenn ich sowieso aus dem Homeoffice arbeite? Wie hat die Pandemie den Blick auf die Standortfrage verändert? Und welche Kriterien sind für Beschäftigte heute wichtig? Die Personalberatung Königsteiner wollte das genauer wissen und hat über 1000 Beschäftigte zum Thema befragt.

Fast jeder Dritte (32 Prozent) ist demnach der Meinung, dass der Unternehmensstandort heute weniger wichtig ist als vor der Corona-Krise, weil es sich mehr im Homeoffice arbeiten lässt. Nur für 13 Prozent ist die Bedeutung dagegen erhöht, der Rest sieht keine Veränderung.

Dieses Ergebnis sollte aber nicht überinterpretiert werden, denn egal geworden ist der Standort keineswegs, wie die Umfrage ebenfalls zeigt: Für 86 Prozent der Befragten ist der Standort des Unternehmens nach wie vor relevant bei der Bewerbungsentscheidung, für jeden Zweiten sogar „voll relevant“. 

Stadt oder Land?

Bei der Frage, welcher Standort attraktiv ist, teilen sich die Befragten fast hälftig in zwei Lager: Die eine Seite sieht Arbeitgeber mit Sitz „in einer Metropole wie Berlin, München oder Hamburg“ im Vorteil. Ebenso viele bevorzugen dagegen einen Arbeitgeber mit Sitz „an einem kleineren Ort, zum Beispiel im ländlichen Umfeld“. Interessanterweise ist der Anteil der Großstadt-Fans auch in der partyaffinen jungen Altersgruppe der 18- bis 29-Jährigen nicht signifikant höher…