Im Zentrum der Macht
Olaf Scholz und Britta Ernst: Entschlossene Politikerin statt klassischer First Lady?

Britta Ernst und Olaf Scholz nach ihrer Stimmabgabe zur Bundestagswahl 2021 in Potsdam. Dort arbeitet Ernst als Bildungsministerin.

© Alexey Vitvitsky / Picture Alliance

Die Koalitionsverhandlungen der Ampel-Parteien haben begonnen. Sollten sie gelingen, würde Olaf Scholz Bundeskanzler werden. Doch wer ist die Frau an seiner Seite und welchen Plan verfolgt sie?

Claudia Haas

Die Frage, ob Olaf Scholz tatsächlich Kanzler wird, birgt nach Beginn der Ampel-Verhandlungen nicht mehr die ganz große Spannung. Umso mehr Fragezeichen gibt es mit Blick auf die künftige Rolle seiner Ehefrau Britta Ernst. Als der SPD-Politiker 2011 Erster Bürgermeister von Hamburg wurde, vermied sie es, die klassische Rolle der First Lady zu übernehmen − und behielt ihre politische Eigenständigkeit. Sollte Scholz ins Kanzleramt einziehen, ist das Thema erneut auf dem Tisch.

Britta Ernst: First Lady, Bildungsministerin oder beides?

Im Januar übernahm Ernst als brandenburgische Bildungsministerin den Vorsitz der Kultusministerkonferenz (KMK) der Bundesländer − ein vor allem in der Corona-Zeit wichtiger Posten. Schließlich wurde kaum ein Thema in Lockdown-Zeiten emotionaler und kontroverser diskutiert als die Bildungspolitik. Ministerin in Potsdam ist Ernst bereits seit September 2017. Ob sie ihre politische Karriere dort als Frau des Bundeskanzlers fortsetzen wird, bleibt abzuwarten.

Ganz ohne repräsentative Aufgaben kam noch kein Ehepartner eines Regierungsoberhaupts davon. Das Powerpaar Scholz/Ernst müsste sich beim Einzug ins Kanzleramt in jedem Fall neu organisieren. Von Ernst sind dazu bisher keine öffentlichen Äußerungen bekannt.

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