Presseschau

SPD-Politikerin Bärbel Bas
„Bärbel wer?“ startet mit Handicap: So kommentiert die Presse die künftige Bundestagspräsidentin

Sie könnte bald an der Spitze des Bundestags stehen: SPD-Politikerin Bärbel Bas

© Xander Heinl / Picture Alliance

Nach langem Ringen hat die SPD eine Bundestagspräsidentin gefunden. Die Gesundheitsexpertin Bärbel Bas soll künftig an der Spitze des Parlaments stehen – für die Medien eine zweischneidige Personalentscheidung.

Zum dritten Mal in der Geschichte der Bundesrepublik soll eine Frau an der Spitze des Deutschen Bundestags stehen: Die Duisburger SPD-Abgeordnete Bärbel Bas soll in der konstituierenden Sitzung am kommenden Dienstag zur neuen Bundestagspräsidentin gewählt werden. Einem entsprechenden Personalvorschlag von SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich stimmte am Mittwochabend der Fraktionsvorstand einstimmig zu.

Bas sei „eine Sozialdemokratin mit einer großen Biografie“, sagte Mützenich. Sie verfüge über „große parlamentarische Erfahrung“. Die 53-Jährige ist bislang stellvertretende Vorsitzende ihrer Fraktion. Die gelernte Personalmanagerin aus Duisburg sitzt seit 2009 im Bundestag und befasst sich vor allem mit Sozial- und Gesundheitsthemen. Mehrere Jahre lang war sie parlamentarische Geschäftsführerin ihrer Fraktion.

Für die Medien ist die Wahl von Bärbel Bas ein zweischneidiges Schwert – was jedoch weniger an ihrer Person, als vielmehr an dem Umgang ihrer Partei liegt. Die Pressestimmen im Überblick.

„Badische Zeitung“: Aber ach, die SPD hatte nur männliche Kandidaten auf dem Schirm. Es bedurfte einiger Frauen-Power, um dies zu korrigieren. Und ja, man kann sich lebhaft vorstellen, wie die Grünen daraufhin geschickt ihre Promi-Frau Katrin Göring-Eckardt ins Spiel brachten. Prompt suchten die Genossen noch hektischer nach einer eigenen Bewerberin. (…) Aufatmend wurde man…