Eiseskälte, ein furchteinflößendes mythologisches Tierwesen, starke Kriegerinnen, die Römer nicht zu vergessen – und mittendrin unsere altbekannten gallischen Freunde Asterix, Obelix und Miraculix. In „Asterix und der Greif“ schicken der Autor Jean-Yves Ferri und der Zeichner Didier Conrad sie in eine kalte Region, nach Sarmatien am äußersten Rand Europas – für unsere gallischen Freunde absolutes Neuland.

„Als ich mit dem Buch begonnen habe, habe ich mich gefragt, was eigentlich noch als Land übrig bleibt, in das ich sie schicken könnte“, sagt Autor Jean-Yves Ferri im Interview mit der DW. „Ich habe mich für den Osten entschieden und zunächst schwebte mir eine Geschichte vor, die den Kalten Krieg ein wenig parodierte. Und schließlich habe ich diese Greif-Geschichte eingefügt, die vollkommen ausgedacht ist.“

Wenn Mystik und Realität verschmelzen

Der neue „Asterix“ erscheint mit einer internationalen Startauflage von fünf Millionen Exemplaren

Ein Blick in die Geschichtsbücher habe den Autoren auf die Sarmaten, ein kriegerisches Nomadenvolk, das im heutigen Russland lebte, gebracht. „Und die habe ich zu Menschen gemacht, die den Greif verehren“. 

Der mystische Greif, eine Hybridkreatur aus Adler, Löwe und Pferd, lockt die Römer auf den Plan. Cäsar hat vor, ihn für seine Zirkusspiele einzufangen, denn: „So ein Ungeheuer macht mich beim Pöbel beliebt“. Erfahren vom Greif hatten die Römer von Kalaschnikowa, einer Amazone vom Stamm der Sarmaten, die sie gefangen genommen haben. Und so macht sich schon bald eine Expedition auf in die Kälte. Aber auch die Gallier sind auf den Weg nach Sarmatien. Alarmiert wurden sie durch eine Traum vom Druiden Miraculix, in dem ihn sein Freund, der Schamane Terrine – „man kennt sich aus einem Seminar für alternative Magie“ – um Hilfe bittet, und so ziehen auch sie los.

Die Szene erinnert nicht von ungefähr an einen anderen berühmten Comic, „Tim in Tibet“ von Hergé. „Ich fand es witzig, eine Anspielung auf…