5G-Funk
Echtzeit-Datenübertragung soll Patienten helfen

Ein Messsystem zur 5G-Funknetzplanung in einem Behandlungsraum im Helios-Klinikum. Foto: Jan Woitas/dpa

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Ob virtuelle 3D-Darstellungen von Organen oder Operationen, bei der Mediziner aus der Ferne mitmachen: Der Mobilfunkstandard 5G soll die Medizin nach vorn bringen. Allmählich geht es hierzulande los mit dieser Art des Fortschritts.

Bei der Digitalisierung des Gesundheitswesens setzen erste deutsche Krankenhäuser auf eigene 5G-Mobilfunknetze.

Nach der Bonner Universitätsklinik Ende 2020 und einem Leipziger Helios-Krankenhaus in diesem Sommer nahm nun auch das Düsseldorfer Universitätsklinikum ein eigenes Netz in dem Mobilfunkstandard in Angriff. Die ersten 5G-Antennen seien aktiviert worden, teilte Vodafone am Mittwoch mit. Insgesamt würden rund 250 Mini-Antennen in den kommenden Monaten in das neue Campusnetz eingebunden.

Die 5. Mobilfunkgeneration (5G) soll an Kliniken die Übermittlung großer Datensätze von Computertomographien (CT) oder Kernspintomographien (MRT) ermöglichen, damit Ärzte anderer Abteilungen schnell Informationen bekommen und die Behandlung ohne Unterbrechungen und Wartezeiten weitergehen kann. Auch vernetzte «Augmented Reality»-Brillen für Operationen sollen dank 5G gut einsetzbar sein und die virtuelle Darstellung von Körperteilen verbessern.

5G soll ruckelfreie Übertragungen und die dreidimensionale virtuelle Darstellung von Organen ermöglichen, damit Mediziner und Patienten besser Bescheid wissen. Mit Chips am Körper – «digitalen Pflastern» – sollen Vitaldaten überwacht werden – gibt es Probleme, wird augenblicklich Alarm geschlagen.

Die Deutsche Telekom startete Ende 2020 ein 5G-Campusnetz am Universitätsklinikum Bonn. Das Netz laufe gut und reibungslos, sagte der Chef des…