Bärbel Bas
Das ist die „politische Allrounderin“, die Bundestagspräsidentin werden soll

Die SPD will die Gesundheitsexpertin Bärbel Bas als neue Bundestagspräsidentin. Der geschäftsführende Fraktionsvorstand habe einen entsprechenden Vorschlag von SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich einstimmig unterstützt, sagte ein Sprecher der Fraktion am Mittwoch. Die 53-jährige Bas soll Nachfolgerin des CDU-Politikers Wolfgang Schäuble in dem Amt werden. Die aus Nordrhein-Westfalen stammende Politikerin gehört dem Bundestag seit 2009 an und ist seit 2019 stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende. Der SPD-Fraktionsvorstand soll am Mittwochabend zustimmen, die Fraktion der Sozialdemokraten dann am Montag. Mit strittigen Debatten wird dabei nicht gerechnet. Traditionell besetzt die stärkste Bundestagsfraktion dieses Amt. Der neue Bundestag kommt am 26. Oktober zu seiner konstituierenden Sitzung zusammen. Die Ernennung von Bas könnte auch Auswirkungen auf andere Personalentscheidung wie die des Bundespräsidenten haben. Da SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz Regierungschef der sich abzeichnenden Ampel-Koalition aus SPD, Grünen und FDP werden soll, war auch in der SPD-Fraktion argumentiert worden, dass nicht erneut alle drei politischen Spitzenämter in Deutschland von Männern besetzt werden dürften.

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Sie soll auf Wolfgang Schäuble (CDU) als Bundestagspräsidentin folgen: Bärbel Bas, SPD-Fraktionsvize und Gesundheitspolitikerin. Sie wäre die erst dritte Frau in dem hohen Amt. Ein Steckbrief. 

Annemarie Renger (SPD), Rita Süssmuth (CDU) und nun Bärbel Bas – sollte die SPD-Gesundheitspolitikerin bei der konstituierenden Sitzung des Bundestags am kommenden Dienstag zu dessen Präsidentin gewählt werden, wäre sie erst die dritte Frau im zweithöchsten Amt der Republik.

Bärbel Bas, die SPD-Fraktionsvize mit Fußball-Faible

1968 in Walsum – heute Duisburg – geboren, vertritt die gelernte…