Verbraucher
Preisbremsen für die Energiekosten akut gesucht

Gas wird immer teurer. Foto: Marijan Murat/dpa

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Tendenziell soll Energie für mehr Klimaschutz nicht günstiger werden – darüber gibt es eigentlich einen ziemlich breiten Konsens. Aber jetzt lösen hohe Preissteigerungen doch Sorgen aus. Muss man gegensteuern?

Angesichts happiger Kostensprünge beim Heizen und Tanken rücken Preisbremsen für viele Haushalte in den Blick – und das schon dringlich für den nahenden Winter.

Die Verbraucherzentralen fordern die amtierende Bundesregierung auf, noch direkt Vorarbeiten für ein höheres Wohngeld in die Wege zu leiten, um vor allem Menschen mit geringen Einkommen zu unterstützen. In der Diskussion sind daneben auch Steuerentlastungen. Dabei geht es über die akute Preiskrise hinaus um grundsätzliche Weichenstellungen, um eher steigende Energiepreise für mehr Klimaschutz sozial abzufedern.

Der Chef des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv), Klaus Müller, forderte eine Erhöhung des Wohngelds, «damit niemand in diesem Winter frieren muss». Dies helfe zielgenau Menschen, die bedürftig sind, verteilt über die ganze Bevölkerung wäre es nicht finanzierbar. Auf die Höhe eines Aufschlags legten sich die Verbraucherschützer nicht fest. Es sollte ein genauer Blick darauf geworfen werden, wie sich die Preise im November entwickeln, sagte Müller. Mit «signifikanten Weitergaben» an die Kunden sei dann wohl im Dezember, Januar, Februar zu rechnen. Das Wohngeld ist ein staatlicher Mietzuschuss, auch Eigentümer, die ihre Wohnungen selbst nutzen, können es bekommen.

Nötig seien zudem Regelungen, um Strom- und Gassperren auszusetzen, die bei säumigen Zahlungen drohen können, sagte Müller und verwies auf ein Vorbild in der Corona-Krise. Die noch amtierende Regierung sei auch «sehr wohl in der Lage, Dinge vorzubereiten», die dann…