Steigende Getreidepreise
Inflation: Nach steigenden Energiepreisen könnten Brötchen bald mehr als 1 Euro kosten

Die Inflation könnte die Brötchen-Preise deutlich anziehen (Symbolfoto)

© Martin Wagner / Imago Images

von Nicolas Kaufmann
15.10.2021, 21:33 Uhr

Die Energiepreise sind auf ein extrem Hoch angestiegen. Und die Inflation weitet sich zunehmend aus. Bald könnten Brötchen mehr als einen Euro kosten. Das hängt von mehreren Faktoren ab.

Die Getreidepreise waren im August so teuer, wie seit über acht Jahren nicht mehr. Sie nahmen laut dem Statistischen Bundesamt um 34,4 Prozent zu. Damit könnten Brötchen bald sogar mehr als einen Euro kosten, warnt die Branche. 

Allerdings sind die massiv steigenden Getreidepreise keineswegs alleine verantwortlich für einen möglichen Preisanstieg von Brot und Brötchen. Laut dem Deutschen Bauernverband ist das nicht so einfach zu sagen. „Um den Brötchenpreis um nur einen Cent anzuheben, müsste sich der Getreidepreis verdoppeln“, heißt es.

Inflation: Getreidepreise von mehreren Faktoren abhängig

Kosten für Energie und Arbeit beeinflussen den Preis hingegen deutlicher. Außerdem wirkte sich das Wetter erheblich auf die Getreideernte in Deutschland aus. Der häufige Regen im Sommer in weiten Teilen des Landes führe zu sinkenden Mengen, hieß es in einer Prognose des Bundeslandwirtschaftsministeriums im August.

So würden die deutschen Bauern insgesamt 42,1 Millionen Tonnen Ernte einfahren – ein Rückgang um 2,7 Prozent im Vergleich zu 2020. Gegenüber dem Durchschnitt der Jahre 2015 bis 2020 sind das sogar 4,8 Prozent weniger. Außerdem sei die Qualität der Ernte nur mittelmäßig. In traditionell wichtigen Erzeugerländern wie den USA, Russland und Ukraine ist die Situation nicht anders. 

Massiver Preisanstieg bei vielen…