Nach Angaben der Behörden kamen bei dem Feuer in der Nacht mindestens 46 Menschen ums Leben. 41 weitere wurden mit Verletzungen in Krankenhäuser gebracht. Am Morgen hieß es, die Zahl der Opfer werde noch steigen, da viele Bewohner in den oberen Stockwerken des Hauses in der Hafenstadt Kaohsiung eingeschlossen worden waren.

Das 13-stöckige Gebäude hatte in den frühen Nachtstunden stundenlang gebrannt, bis rund 150 Feuerwehrleute den Brand am Morgen unter Kontrolle bringen konnten. Das Feuer war nach unbestätigten Berichten im ersten Stock des 40 Jahre alten Hauses ausgebrochen, wie die Nachrichtenagentur CNA berichtete. Die Feuerwehr erklärte, das Feuer sei „extrem heftig“ gewesen und habe viele Stockwerke zerstört. Die Ursache des Brandes sei unklar.

Viele Fluchtwege versperrt

Nach amtlichen Angaben waren Fluchtwege versperrt, was auch die Rettungsarbeiten erschwert haben soll. Ein örtlicher Beamter berichtete laut CNA, er habe mitten in der Nacht eine laute Explosion gehört und sei aufgewacht. Da habe er die Flammen in dem Gebäude gesehen.

Etliche Löschfahrzeuge kamen zum Einsatz, um das Feuer einzudämmen

Mehr als 100 Menschen, viele von ihnen Senioren mit körperlichen Behinderungen oder Demenz, hätten in dem Gebäude gelebt, sagte der Beamte. Er zeigte sich besorgt, dass viele es nicht geschafft hätten, aus dem brennenden Gebäude zu kommen.

Viele Menschen waren in dem bewohnten Teil des Hochhauses zwischen dem siebten und elften Stock eingeschlossen, wie der Chef der Feuerwehr berichtete. In den unteren sechs Stockwerken waren mehrere aufgegebene, leerstehende Restaurants, Karaoke-Clubs und ein Kino. Deswegen hatte das Gebäude auch den Namen „Geisterhaus“.

kle/pg (dpa, ape, rtre)